20.11.2020 12:00

Basler Pop-PreisZeal & Ardor bekommen 20’000 Franken und sind total baff

Zum zweiten Mal hat die international gefeierte Gospel-Metal-Combo den Basler Pop-Preis gewonnen. Die Übergabe der Trophäe ging sehr unkonventionell über die Bühne.

von
Lukas Hausendorf

Der Pop-Preis im Corona-Heimliefermodus: So lief die Übergabe am Donnerstagabend.

RFV Basel

Die Verleihung des Basler Pop-Preises am Donnerstagabend war keine glamouröse Angelegenheit. Anstelle einer Zeremonie mit Afterparty wurde der Preis ausgeliefert wie eine Pizza. Vor dem grauen Gewerbebau, in dessen Katakomben Zeal & Ardor ihren Proberaum haben, warteten Frontmann Manuel Gagneux und ein Bandkumpel mit Dosenbier in der Kälte, als Moderatorin Lena Oppong dem Bus entstieg und die zwei überrumpelte: «Zeal & Ardor, hallo zusammen, ihr habt den Basler Pop-Preis gewonnen.»

Eine Helferin zündetet die Konfetti-Kanone, und die Musiker nahmen Trophäe und Scheck entgegen. Gangneux ist etwas sprachlos. «Boah, krass.» Er habe nicht damit gerechnet. Oppong erklärt den Jury-Entscheid, der die internationale Strahlkraft und Konstanz der Band, die mit ihrem einzigartigen Sound rund um den Globus Erfolg hat, mit dem Preis belohnen wollte. 20’000 Franken in bar ist diese Belohnung wert. Nach 2017 ist es bereits das zweite Mal, dass die Band die höchste Basler Pop-Auszeichnung gewinnt.

Der RFV Basel hat noch weitere Preise vergeben. Der mit 6000 Franken dotierte Anerkennungspreis ging an Anthony Thomas von den Lombego-Surfers. Und der neu geschaffene Spotlight-Preis für besondere Verdienste für die Basler Szene ging an die Bookerin, Veranstalterin, Managerin und Musikerin Steffi Klär, die seit Jahrzehnten die Basler Club- und Konzertkultur stark mitprägt.

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2 Kommentare
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Pablo

20.11.2020, 13:42

Sehr schön. Gratuliere. Das eine schweizer Gruppe ein Genre definiert ist mehr als ein Erfolg schon dessen wegen.

Durchblick

20.11.2020, 12:34

Zum zweiten Mal denselben Preis? Hat Basel so wenig Auswahl an Bands? Mich würde es nicht wundern, wenn persönliche Beziehungen geholfen haben. Wäre nicht das erste Mal in der helvetischen Musikszene.