Worb BE: Zebrastreifen-Drama: Rentner angeklagt

Aktualisiert

Worb BEZebrastreifen-Drama: Rentner angeklagt

Ein 72-Jähriger ist wegen fahrlässiger Tötung angeklagt. Er hatte im Jahr 2011 in Worb ein Kind auf dem Fussgängerstreifen angefahren und getötet – mit 1,9 Promille im Blut.

von
pat
Hier passierte der tödliche Unfall im Jahr 2011.

Hier passierte der tödliche Unfall im Jahr 2011.

Die Staatsanwaltschaft Bern-Mittelland hat den Unfallfahrer (72) von Worb BE wegen fahrlässiger Tötung, Fahrerflucht und Fahrens in angetrunkenem Zustand angeklagt. Der Mann soll am 2. November 2011 einen zehnjährigen Schüler angefahren haben und danach davongefahren sein. Das Kind starb an seinen Verletzungen. Der Rentner gibt zu, betrunken gefahren zu sein, bestreitet aber, den Unfall verursacht zu haben. Er hatte zum Zeitpunkt des Unfalls 1,9 Promille Alkohol im Blut.

Der Rentner hatte an jenem Tag kurz nach 18 Uhr im dichten Feierabendverkehr offenbar die Nerven verloren. Er überholte ein Auto, das am Zebrastreifen für den Schüler gestoppt hatte. Der Knabe wollte gerade mit seinem Trottinett die Strasse überqueren, als er vom Auto erfasst und durch die Luft geschleudert wurde.

Rentner hielt nicht an

Nach dem Unfall brauste der Betrunkene einfach davon, konnte aber zwei Stunden später gefasst werden. Das Unglück ereignete sich auf der Enggisteinstrasse auf Höhe der Bushaltestelle Toggenburg.

Der Mann wurde in Untersuchungshaft genommen und Anfang Dezember 2011 wieder auf freien Fuss gesetzt, weil keine Verdunkelungsgefahr mehr bestand. Der Termin für die Gerichtsverhandlung vor dem Regionalgericht Bern-Mittelland steht noch nicht fest. (pat/sda)

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