Türkei – Zehn Botschafter sind bei Erdogan offiziell «unerwünscht»
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Türkei Zehn Botschafter sind bei Erdogan offiziell «unerwünscht»

Insgesamt zehn Botschafter aus verschiedenen Ländern liess der türkische Regierungschef Recep Erdogan zu «personae non gratae» erklären. Auf diese Einstufung folgt in der Regel die Ausweisung.

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Wegen einer Forderung zur Freilassung des Kulturförderers Osman Kavala drohte Erdogan den Botschaftern bereits vorher mit der Ausweisung.

Wegen einer Forderung zur Freilassung des Kulturförderers Osman Kavala drohte Erdogan den Botschaftern bereits vorher mit der Ausweisung.

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Den deutschen Botschafter, den US-Botschafter und acht weitere Botschafter liess Recep Tayyip Erdogan zu «unerwünschten Personen» erklären.

Den deutschen Botschafter, den US-Botschafter und acht weitere Botschafter liess Recep Tayyip Erdogan zu «unerwünschten Personen» erklären.

AFP
Er habe das Aussenministerium angewiesen, die Diplomaten «so schnell wie möglich» zu «personae non gratae» zu erklären, sagte Erdogan am Samstag.

Er habe das Aussenministerium angewiesen, die Diplomaten «so schnell wie möglich» zu «personae non gratae» zu erklären, sagte Erdogan am Samstag.

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Darum gehts

  • Der türkische Staatschef Recep Tayyip Erdogan erklärt mehrere Botschafter zu «unerwünschten Personen».

  • Die Botschafter riefen einen gemeinsamen Appell zur Freilassung des türkischen Menschenrechtsaktivisten Osman Kavala aus.

  • Ankara bezeichnete den Aufruf der Länder zur Freilassung des Kulturförderers Kavala als «inakzeptabel».

Im Streit um den inhaftierten türkischen Menschenrechtsaktivisten Osman Kavala lässt Staatschef Recep Tayyip Erdogan den deutschen Botschafter, den US-Botschafter sowie acht weitere Botschafter zu «unerwünschten Personen» erklären. Er habe das Aussenministerium angewiesen, die Diplomaten «so schnell wie möglich» zu «personae non gratae» zu erklären, sagte Erdogan am Samstag. Auf die Einstufung als «persona non grata» folgt in der internationalen Diplomatie in der Regel die Ausweisung.

Türkei drohte mit Ausweisung

Die Botschafter hatten Anfang der Woche in einem gemeinsamen Appell zur Freilassung des seit vier Jahren ohne Verurteilung im Gefängnis einsitzenden Kulturförderers Kavala aufgerufen. Als Folge hatte die Türkei die Botschafter einbestellt und mit deren Ausweisung gedroht. Ankara bezeichnete den Aufruf der Länder zur Freilassung des Kulturförderers Kavala als «inakzeptabel».

Der Menschenrechtsaktivist war ursprünglich wegen des Vorwurfs festgenommen worden, die regierungskritischen Gezi-Proteste in Istanbul im Jahr 2013 finanziert und organisiert zu haben. Im Februar vergangenen Jahres sprach ihn ein Gericht von diesem Vorwurf frei.

Zweimal festgenommen

Kavala wurde daraufhin nach zweieinhalb Jahren Haft aus dem Gefängnis entlassen, jedoch wenige Stunden später erneut festgenommen – diesmal im Zusammenhang mit dem Putschversuch gegen Erdogan im Jahr 2016 und Spionagevorwürfen.

Im Januar dieses Jahres hob ein Berufungsgericht den ersten Freispruch auf. Bei einer Verurteilung wegen der Spionagevorwürfe droht Kavala lebenslange Haft. Kavalas nächste Gerichtsverhandlung ist für den 26. November angesetzt.

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(DPA/roa)

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