Swisscom-Panne: Zehn Franken für alle
Aktualisiert

Swisscom-PanneZehn Franken für alle

Die Swisscom entschuldigt sich für die technische Panne von gestern mit einer Entschädigungszahlung. Geld bekommen auch Kunden, die aufs mobile Internet zugreifen konnten.

von
mbu
Eine technische Panne legte gestern das mobile Internet der Swisscom lahm.

Eine technische Panne legte gestern das mobile Internet der Swisscom lahm.

Gestern konnten Swisscom-Kunden zwischen zirka 7:30 und 17:45 Uhr nicht mehr auf das mobile Internet zugreifen. Als Wiedergutmachung greift die Swisscom ins Portemonnaie. Genaue Zahlen wollte der Swisscom-Pressesprecher Olaf Schulze sich nicht entlocken lassen. Er spricht von einigen Hunderttausend Kunden, die wegen des Ausfalls nicht auf das mobile Internet zugreifen konnten.

«Sämtliche Swisscom-Kunden, die gestern versucht haben, mit ihrem Smartphone oder Laptop den mobilen Datenverkehr zu nutzen, bekommen Ende November zehn Franken gutgeschrieben», so Schulze. Das bedeutet, dass auch Kunden, die gestern vor oder nach der Panne erfolgreich im mobilen Web unterwegs waren, von der Entschädigung profitieren. Wer ein Abonnement besitzt, erhält die Gutschrift auf der November-Rechnung. Kunden mit einer Prepaid-Karte erhalten sie in den nächsten zwei Wochen auf ihr Guthabenkonto.

Kommunikation ist schief gelaufen

Mehrere Leser von 20 Minuten Online beschwerten sich einerseits über die Panne, andererseits auch über die Informationsstrategie der Swisscom. Infolge der fehlenden Kommunikationanstrengungen fühlten sie sich verunsichert. «Wo bleibt denn da die Information von Seiten der Swisscom?», echauffierte sich ein Leser.

Der Swisscom-Sprecher gibt zu, dass bei der Information nicht alles optimal gelaufen ist. «Wir nehmen die Kunden-Feedbacks sehr ernst und werden versuchen, in Zukunft die Informationsprozesse zu verbessern, um die Kunden schneller und gezielter zu informieren.» Auf die Frage, wieso nicht einfach eine SMS an die 5,9 Millionen Swisscom-Kunden geschickt worden ist, antwortet der Mediensprecher: «Das wäre eine Option gewesen, die wir prüfen werden. Dabei besteht jedoch die Gefahr, dass Kunden, die das mobile Internet gar nicht nutzen, verunsichert reagieren und die Hotline zusätzlich belasten würden.»

Ausgelöst wurde die Panne durch Wartungsarbeiten am GPRS-Netz. In der Folge mussten die betroffenen Datenbanken runter- und wieder hochgefahren werden, wodurch der Zugriff auf das mobile Internet blockiert wurde.

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