Wegen Terrorkomplott: Zehn Jahre Haft für «Dschihad-Jane»
Aktualisiert

Wegen TerrorkomplottZehn Jahre Haft für «Dschihad-Jane»

Eine zum Islam konvertierte Amerikanerin muss zehn Jahre in den Knast. Sie hatte Mordpläne gegen einen schwedischen Karikaturisten ausgeheckt. Heute will sie mit dem «Heiligen Krieg» nichts mehr zu tun haben.

von
jam
Sie kommt mit zehn Jahren Gefängnis verhältnismässig gut weg.

Sie kommt mit zehn Jahren Gefängnis verhältnismässig gut weg.

Sie nannte sich im Netz selbst «Dschihad-Jane». Jetzt muss Colleen LaRose zehn Jahre ins Gefängnis. Sie ist wegen eines islamistischen Komplotts mit dem Ziel der Ermordung eines schwedischen Karikaturisten verurteilt worden.

Das entschied ein Bundesgericht am Montag in Philadelphia. Damit kam die zum Islam konvertierte US-Amerikanerin vergleichsweise mild davon. Die Staatsanwaltschaft hatte jahrzehntelange Haft für die 50-Jährige gefordert. Doch das Gericht reduzierte auf Bitten der Regierung die Strafe, weil die Frau nach ihrer Festnahme umfassend mit der Justiz zusammengearbeitet habe.

LaRose hatte zugegeben, mit Komplizen im Jahr 2009 Mordpläne gegen den Schweden Lars Vilks geschmiedet zu haben, weil dieser zwei Jahre zuvor in Karikaturen den Propheten Mohammed mit dem Körper eines Hundes abgebildet hatte. Islamische Extremisten im Irak hatten auf seinen Kopf 100'000 Dollar ausgesetzt. Das Mordkomplott wurde jedoch nicht ausgeführt, der Künstler nie angegriffen.

Sie war vom «Heiligen Krieg» besessen

Nach Angaben des Justizministeriums in Washington heuerten LaRose und Mitverschwörer im Internet Männer und Frauen für einen «gewalttätigen Heiligen Krieg» unter anderem in Europa an.

Vor Gericht sagte LaRose, sie sei vom Dschihad - dem «Heiligen Krieg» - besessen gewesen und habe Tag und Nacht an nichts anderes mehr gedacht. Doch heute will sie mit dem Dschihad nichts mehr zu tun haben. LaRose sass bereits vier Jahre hinter Gittern. (jam/sda)

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