Aktualisiert 18.05.2005 17:59

Zehn Manager verdienen zusammen 105 Millionen

Die zehn bestbezahlten Manager von Schweizer Konzernen sahnten gemäss den Berechnungen der «HandelsZeitung» zusammen 105 Millionen Franken Salär ab.

An der Spitze steht UBS-Boss Marcel Ospel mit einem Gehalt von 21,3 Millionen Franken im Jahr 2004.

Die Grossbank UBS zahlte mit 15,9 Mio. Franken den höchsten durchschnittlichen Grundgehalt für Konzernleitungsmitglieder. Auf Platz zwei ist die Credit Suisse Group (CSG) mit 9,9 Mio. Franken und auf Platz drei Novartis mit 7,5 Mio. Franken.

Novartis-Konzernchef Daniel Vasella hat 20,8 Mio. Franken eingestrichen und Roche-Verwaltungsratspräsident Franz Humer bringt es auf 13,3 Mio. Franken.

Walter Kielholz, Verwaltungsratspräsident der Credit Suisse Group, liegt mit 12,0 Mio. Franken auf Platz vier, Thomas Ebeling, Leiter Pharma Novartis, mit 8,6 Mio. Franken auf Platz fünf und Serono-Konzernchef Ernesto Bertarelli mit 6,7 Mio. Franken auf Platz sechs.

Unter den Top Ten finden sich auch Synthes-Konzernchef Hansjörg Wyss, ABB-Verwaltungsratspräsident Jürgen Dormann, Mark Fishman, Leiter Research bei Novartis, sowie Lindt&Sprüngli-Konzernchef Ernst Tanner.

Lohneinbussen und Lohnsprünge

Die grössten Lohnerhöhungen gegenüber dem Vorjahr durften Walter Kielholz mit einem Plus von 51,8 Prozent sowie Mark Fishman und Thomas Ebeling von Novartis mit einer Zulage von 51,3 Prozent respektive 40,6 Prozent erfahren.

Lohneinbussen unter 41 Managern erlitten dagegen Also- Konzernchef Thomas Weissmann mit einem Minus von 21 Prozent, Ciba CS-Konzercnhef Armin Meyer mit einem Abschlag von 8,1 Prozent, Logitech-Chef Guerrino De Luca mit 8,1 Prozent, Urs Bärlocher von Novartis mit einem Rückgang von 7,4 Prozent sowie Swisscom-Chef Jens Alder mit 6,7 Prozent.

Die Aktionäre und nicht der Verwaltungsrat soll über die Höhe der Managerlöhne entscheiden. Denn letztlich bezahlten die Aktionäre die Gehälter, sagt Dominique Biedermann, Direktor der Anlagestiftung Ethos.

Die Managerlöhne seien nicht nur ein moralisches, sondern auch ein wirtschaftliches Problem, erklärt Biedermann in einem Interview mit der «Neuen Luzerner Zeitung» vom Mittwoch.

Jeder Franken, der zuviel an einen Manager bezahlt werde, werde dem Unternehmen als Ganzes, also auch den Aktionären weggenommen, sagt Biedermann. «Das ist leider bei vielen Grossfirmen der Fall.»

Die Aktionäre sollten deshalb über die Lohnpolitik des Unternehmens abstimmen dürfen, heisst es. Heute entscheidet der Verwaltungsrat über die Entlöhnung.

In der Schweiz könne man heute leider nur sehr wenig gegen Auswüchse unternehmen, bedauert Biedermann. Die einzige Möglichkeit der Schweizer Aktionäre sei, den Verwaltungsrat nicht wieder zu wählen. Aber nur auf Grund der hohen Löhne den Verwaltungsrat nicht zu bestätigen, sei übertrieben. (sda)

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