23.06.2015 06:33

ArbeitsalltagZehn Sätze, die Sie nie dem Chef sagen sollten

Im Gespräch mit dem Vorgesetzten gibt es Dinge, die besser ungesagt bleiben. 20 Minuten kennt die Fettnäpfchen.

von
Valeska Blank
Im Gespräch mit dem Chef sollte man manchmal lieber schweigen.

Im Gespräch mit dem Chef sollte man manchmal lieber schweigen.

Seien wir ehrlich: Mit der Chefin oder dem Chef kann man nicht einfach so unbeschwert plaudern wie mit den Kollegen. Manchmal genügt schon ein einziger Satz, um sich ins Abseits zu manövrieren. Hier sind die zehn schlimmsten Aussagen, die Ihnen im Gespräch mit dem Vorgesetzten über die Lippen kommen könnten – und Tipps, wie Sie solche Aussagen vermeiden können:

1. «Ich weiß es nicht.»

Auch wenn es wahr ist – so plump zugeben sollte man seine eigene Unwissenheit nicht. Besser ist es, das zu sagen, was man immerhin schon weiß, und eventuell seine Einschätzungen abzugeben. Das zeugt von gutem Willen und von lösungsorientiertem Handeln.

2. «Es gibt ein Problem.»

Mit diesem Gesprächseinstieg versetzen Sie wohl jeden Chef in höchste Alarmbereitschaft. Anstatt so mit der Tür ins Haus zu fallen, sollten Sie sofort die Rolle des Problemlösers einnehmen. Soll heißen: Das Problem nüchtern schildern und sogleich Lösungen vorschlagen.

3. «Nein.»

Es ist taktisch sehr unklug, auf eine Bitte des Chefs einfach knallhart mit Nein zu antworten. So erscheint ein Mitarbeiter schnell als Arbeitsverweigerer – und als unhöflich. Natürlich gibt es Situationen, in denen Sie kein neues Projekt annehmen können. Dann sollten Sie das aber gut begründen können und anbieten, in naher Zukunft wieder neue Aufgaben anzunehmen.

4. «Das ist mir egal.»

Gleichgültigkeit zu zeigen ist noch schlimmer als Unwissenheit. Denn dadurch stellen Sie Ihre Demotivation zur Schau. Auch wenn Sie ein Thema nicht direkt betrifft: Zeigen Sie zumindest höfliches Interesse. Und: Wenn Ihnen alles egal ist, sind Sie sowieso im falschen Job.

5. «Ich kann das nicht.»

Gehört in die gleiche Kategorie wie: «Ich weiß es nicht.» Mit einer solchen Aussage signalisiert ein Mitarbeiter seinem Chef, dass es ihm entweder an Einsatz- oder Risikobereitschaft fehlt. Zeigen Sie Mut und nehmen Sie neue Herausforderungen an.

6. «Das war nicht meine Schuld, sondern seine.»

Erinnert zu sehr an den Kindergarten. Und Kollegen anzuschwärzen sollte im Arbeitsalltag ohnehin tabu sein. Beweisen Sie lieber Ihren Teamgeist und schweigen Sie in einer heiklen Situation lieber einmal mehr anstatt vielleicht den Falschen zu verpetzen.

7. «Das ist nicht meine Aufgabe.»

Mit diesem Satz signalisiert ein Mitarbeiter vor allem eines: Dass er sich zu schade ist, eine Zusatzaufgabe zu übernehmen und nur Dienst nach Vorschrift schieben will. Springen Sie über Ihren Schatten und übernehmen Sie dann und wann auch Arbeiten, die Ihnen lästig sind.

8. «Aber früher haben wir immer ... »

Bei der vorherigen Chefin war alles besser? Mag sein – aber ihr jetziger Vorgesetzter will das nicht hören. Niemals. Denn niemand wird gern mit seinem Vorgänger verglichen. Besser: Verkaufen Sie Ihre Einwände als Know-how, zum Beispiel mit dem Satz: «Damit haben wir gute Erfahrungen gemacht.»

9. «Mit dem kann ich nicht zusammenarbeiten.»

Werden Sie erwachsen. Auch wenn ihr Kollege nicht Ihr bester Freund ist – auf einer professionellen Ebene zusammenarbeiten sollte wohl drin sein. Und dazu brauchen Sie auch nicht die Hilfe Ihres Chefs.

10. «Was springt für mich heraus?»

Wenn Sie sich beim Chef endgültig unbeliebt machen wollen: Glückwunsch: Diese Frage ist der Schlüssel dazu. Es sollte eigentlich selbstredend sein, dass im Job nicht Ihr eigener Profit gilt, sondern dass alle am gleichen Strang ziehen sollten.

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