Riesenglück: Zehn Sekunden später kam das Tram
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RiesenglückZehn Sekunden später kam das Tram

Schrecksekunden in Gümligen BE: Ein Lastwagenfahrer missachtete das Warnsignal beim Bahnübergang. Passanten konnten das herannahende Tram gerade noch stoppen.

von
meg
Schlechtes Timing: Der Lastwagenfahrer wurde zwischen den Schranken eingeklemmt. (Bild: Leser-Reporter Fabian Wyss)

Schlechtes Timing: Der Lastwagenfahrer wurde zwischen den Schranken eingeklemmt. (Bild: Leser-Reporter Fabian Wyss)

«Das», sagt Fabian Wyss, «hätte ganz böse ins Auge gehen können.» Am Schluss entschieden «vielleicht zehn Sekunden, mehr waren das nicht».

Wyss war heute um 12.05 Uhr mit seinem Fahrzeug in Gümligen BE unterwegs. Vor ihm fuhr ein Lastwagen. Beim Bahnhof mussten sie einen Bahnübergang der Tramlinie Worb - Bern passieren. «Das Warnlicht blinkte schon, als wir da waren», sagt Wyss. Trotzdem fuhr der Lastwagenfahrer aus unerklärlichen Gründen einfach weiter und auf die Gleise der in Bern als «Blaues Bähnli» bekannten Strecke. Kaum passierte er die erste Schranke, steckte der Lastwagen fest. Die Barrieren waren geschlossen – und das Tram kam immer näher.

«Der Lastwagenfahrer hupte zunächst wie in Panik einige Male, dann stieg er sofort aus», sagt Wyss. Bauarbeiter eilten herbei und versuchten, die Barriere mit Muskelkraft zu heben – vergeblich. Zwei andere Passanten rannten sofort dem Tram entgegen. «Sie fuchtelten wild mit den Armen. Mit einer Vollbremsung konnte das Tram rechtzeitig stoppen», so Augenzeuge Wyss. Zehn Sekunden später, und das Tram wäre wohl in den Lastwagen gedonnert.

Einige Minuten später gingen die Schranken hoch und der Lastwagenfahrer fuhr weiter. Wohl mit einem Schock, aber vermutlich, ohne gebüsst zu werden. Die Polizei sei jedenfalls nicht vor Ort gewesen, sagt Wyss.

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