Aktualisiert 10.07.2015 20:44

Somalia

Zehn Tote bei Islamisten-Angriff auf Hotels

Die Al-Shabaab-Miliz hat zwei Hotels in Mogadiscio angegriffen. Mindestens zehn Menschen starben.

Angriff auf das Hotel «Wehliya»: Anwohner und Einsatzkräfte am Ort eines der Anschläge.

Angriff auf das Hotel «Wehliya»: Anwohner und Einsatzkräfte am Ort eines der Anschläge.

Bei einem Angriff radikaler Islamisten auf zwei Hotels in Mogadiscio sind am Freitag mindestens zehn Menschen getötet worden. Die Al-Shabaab-Miliz bekannte sich zu Anschlägen auf das «Wehliya» und das «Siyaad» in der somalischen Hauptstadt.

Ein Polizist sagte der Nachrichtenagentur Reuters später, die Belagerung des «Wehliya«-Hotels sei beendet worden. Dabei seien vier Angreifer und sechs Zivilisten ums Leben gekommen. Ein anderer Sicherheitsbeamter gab gegenüber der Nachrichtenagentur AFP die Opferzahl mit fünf an.

Die Lage am zweiten Hotel war zunächst unklar. Augenzeugen berichteten von einem Selbstmordattentäter, der sein mit Sprengstoff beladenes Auto in eines der Hotels rammte.

Koordinierte Attentate

Granatfeuer zielte zudem auf das ehemalige Fussballstadion der Stadt ab, das derzeit als Basis für Truppen der Afrikanischen Union dient. Angaben zu Todesopfern bei diesem Anschlag gab es nicht.

Die Anschläge in den Hotels «Wehliya» und «Siyaad» erfolgten zeitgleich und offenbar koordiniert. Beide Hotels sind streng bewacht und vor allem bei Abgeordneten aus dem nahegelegenen Parlament beliebt sowie bei Regierungsangestellten und Geschäftsleuten.

Die mit dem Al-Kaida-Netzwerk verbündete Al-Shabaab-Miliz beherrschte jahrelang weite Teile im Zentrum und Süden des Landes. Inzwischen wurde sie aus Mogadiscio und den meisten anderen grösseren Städten zurückgedrängt. Die Gruppe verübt aber weiter regelmässig Anschläge in Somalia und im benachbarten Kenia. (sda)

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