Graubünden: Zehnjähriges Mädchen zwischen Strohballen erstickt
Aktualisiert

GraubündenZehnjähriges Mädchen zwischen Strohballen erstickt

Ein Mädchen (10) ist nach einem Sturz zwischen verschneiten Strohballen erstickt. Seine Kameraden mussten hilflos zusehen.

Das Kind war am Samstagabend beim Spielen auf dem elterlichen Bauernhof auf in Folie verpackte Strohballen geklettert. Dabei rutschte es auf dem schneebedeckten Plastik aus und stürzte mit dem Kopf voran zwischen zwei Ballen. Dabei geriet es in eine so missliche Lage, dass es sich nicht mehr befreien konnte. Die Kameraden des Mädchens konnten nicht helfen und holten dessen Eltern. Dem Vater gelang es, das Mädchen zu befreien. Weil es aber zu lange ohne Sauerstoffzufuhr blockiert war, hatte es das Bewusstsein bereits verloren. Das Mädchen wurde ins Spital ­gebracht, wo es am Sonntag starb.

Laut Natanael Burgherr von der Beratungsstelle für Unfallverhütung in der Landwirtschaft (BUL) kommt es immer wieder zu Unfällen mit gestapelten Strohballen. Burgherr: «Es ist auch nicht das erste Mal, dass ein Kind zwischen zwei Ballen erstickt.» Die BUL empfehle deshalb Landwirten, solche Stapel mit einem Netz abzusperren, wenn sie an Schulwegen lägen. Und: «Die eigenen Kinder sollte man daran erinnern, dass die Heuballen kein Spielplatz sind.»

loo

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