Überschwemmungen: Zehntausende in China evakuiert
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ÜberschwemmungenZehntausende in China evakuiert

Der chinesisch-nordkoreanische Grenzfluss Yalu hat nach einem Deichbruch mehrere Ortschaften überschwemmt. Vier Menschen kamen in der gewaltigen Flutwelle ums Leben.

Das Hochwasser des Grenzflusses Yalu zwang beinahe 100 000 Menschen dazu, ihre Häuser zu verlassen.

Das Hochwasser des Grenzflusses Yalu zwang beinahe 100 000 Menschen dazu, ihre Häuser zu verlassen.

Allein in der chinesischen Stadt Dandong mussten 94.000 Menschen ihre Häuser verlassen, wie die amtliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua am Sonntag berichtete. Die nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA meldete die Evakuierung von 5150 Menschen aus fünf Dörfern um die Grenzstadt Sinuiju.

Sinuiju liegt gegenüber von Dandong auf der anderen Seite des Amnok, wie der Grenzfluss auf koreanisch heisst. Ein grosser Teil der nordkoreanischen Exporte gehen über diese Stadt ins Ausland. In der KCNA-Meldung hiess es, die Region sei «erheblich betroffen». Einige Dorfbewohner hätten auf die Dächer ihrer Häuser klettern müssen, um sich vor den Wassermassen zu retten. Chinesische Medien berichteten, der Bahnverkehr von und nach Dandong sei unterbrochen. Mehr als 200 Häuser seien zerstört worden.

China durchlebt in diesem Jahr eine aussergewöhnlich heftige Regenzeit. Seit Mai kamen bei Überschwemmungen und Erdrutschen mehr als 2500 Menschen ums Leben, die meisten im Westen des Landes. (dapd)

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