Aktualisiert 01.08.2006 06:54

Zehntausende Mexikaner demonstrieren für Obrador

Zehntausende Anhänger des linksgerichteten mexikanischen Präsidentschaftskandidaten Andres Manuel Lopez Obrador haben am Montag das Finanzzentrum der Hauptstadt blockiert.

Mit dem Protest wollen sie eine komplette Neuauszählung der Wahl vom 2. Juli erreichen. Nach dem amtlichen Ergebnis unterlag der frühere Bürgermeister von Mexiko-Stadt knapp dem konservativen Kandidaten Felipe Calderon. Lopez Obradors Anhänger errichteten in der Nacht zum Montag in dem Geschäftsviertel eine Zeltstadt. Der Börsenkurs gab am Montag um 0,8 Prozent nach. «Die Öffentlichkeit sollte verstehen, dass es ohne Demokratie weder Gerechtigkeit noch politische Stabilität noch Frieden gibt» sagte der Politiker, der die Nacht ebenfalls in dem Protest-Camp verbrachte.

Bei der Präsidentenwahl vor vier Wochen gewann Calderon nach offiziellen Angaben mit einem Vorsprung von rund 240.000 Stimmen, was nur 0,6 Prozent der 41 Millionen abgegeben Stimmen entspricht. Das Bundeswahlgericht muss bis zum 6. September entweder den Wahlsieger benennen oder die Wahl annullieren. (dapd)

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