Massenkundgebung: Zehntausende schwören Kim Jong-Un die Treue
Aktualisiert

MassenkundgebungZehntausende schwören Kim Jong-Un die Treue

Mit einer eindrücklichen Parade haben die Nordkoreaner in Pjöngjang zur Loyalität mit ihrem neuen Machthaber aufgerufen. Ob Kim Jong-Un an der Kundgebung teilnahm, ist ungewiss.

Auf dem Kim-Il-Sung-Platz in der Hauptstadt Pjöngjang versammeln sich am 3. Januar tausende Nordkoreaner, um ihrem neuen Führer die Unterstützung zu demonstrieren.

Auf dem Kim-Il-Sung-Platz in der Hauptstadt Pjöngjang versammeln sich am 3. Januar tausende Nordkoreaner, um ihrem neuen Führer die Unterstützung zu demonstrieren.

Zehntausende Nordkoreaner haben bei einer Massenkundgebung dem Sohn des verstorbenen Machthabers Kim Jong-il, Kim Jong-Un, die Treue geschworen. Sie versammelten sich am Dienstag auf dem verschneiten Kim-Il-Sung-Platz in der Hauptstadt Pjöngjang.

Sie riefen auf Transparenten zur Loyalität für Kim auf. Ob der designierte Nachfolger des am 17. Dezember verstorbenen Kim Jong-il an der Kundgebung teilnahm, war nicht klar.

Ein ranghohes Mitglied der regierenden Partei der Arbeit Koreas (PdAK), Mun Gyong Dok, sagte laut Fernsehnachrichtenagentur APTN den Teilnehmern der Kundgebung: «Der Sieg, eine mächtige und wohlhabende Nation aufzubauen, ist sicher, solange es die weise Führung des angesehenen Genossen Kim Jong-Un gibt.» Die Veranstaltung wurde von Ministerpräsident Choe Yong Rim angeführt.

Das Staatsfernsehen strahlte am Dienstag auch Bilder von einem Besuch Kims auf einem Militärstützpunkt aus. Er wurde dort am Sonntag von jubelnden Soldaten empfangen, die seinen Namen riefen.

Kim Jong-Un gilt als designierter Nachfolger seines Vaters. Er wurde bereits zum Oberbefehlshaber der Streitkräfte des Landes ernannt. Dies wird als klares Signal gewertet, dass er seine Macht festigen kann.

Reiseverbot aufgehoben

Nach dem Ende der Staatstrauer in Nordkorea lässt Südkorea wieder Anträge für Reisen ins kommunistische Nachbarland zu. Das vorübergehende Reiseverbot sei aufgehoben worden, berichtete die nationale Nachrichtenagentur Yonhap unter Berufung auf das Vereinigungsministerium in Seoul. Reiseanträge würden wieder bearbeitet.

Die Regierung in Seoul hatte kurz nach der Nachricht über den Tod Kim Jong Ils ein Reiseverbot für Nordkorea verhängt. Eine Ausnahmeregelung hatte für den innerkoreanischen Industriepark in der Grenzstadt Kaesong in Nordkorea gegolten. In Südkorea müssen alle Reisen in das Nachbarland genehmigt werden.

(sda)

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