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Werbung auf Social MediaZeidler bekommt pro Post im Schnitt 500 Franken

Nutzen internationale Stars Social-Media-Seiten als Werbe-Plattform, können sie absahnen. Aber auch bei bekannten Schweizern klingeln die Kassen – zumindest ein wenig.

von
aad
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Schweizer Prominente wie Christa Rigozzi und Xenia Tchoumi feiern ihre Lieblingsmarken schon lange via Social Media. Wie viel Einzelne dafür von den Marken, die sie promoten, bezahlt bekommen, ist nicht klar. Ziad El Semari, CEO von El Semari Enterprises und Gründer des ersten Schweizerischen Bloggerverbandes CHBV, schätzt: «Für einen Instagram-Post wird durchschnittlich 500 Franken bezahlt, für einen Blog-Post doppelt so viel, da man noch mehr Fotos und einen speziellen Text dazu schreibt und somit der Aufwand grösser ist.» Wie viel hat Tchoumi wohl (neben den Schuhen) für diese Gucci-Werbung erhalten?

Schweizer Prominente wie Christa Rigozzi und Xenia Tchoumi feiern ihre Lieblingsmarken schon lange via Social Media. Wie viel Einzelne dafür von den Marken, die sie promoten, bezahlt bekommen, ist nicht klar. Ziad El Semari, CEO von El Semari Enterprises und Gründer des ersten Schweizerischen Bloggerverbandes CHBV, schätzt: «Für einen Instagram-Post wird durchschnittlich 500 Franken bezahlt, für einen Blog-Post doppelt so viel, da man noch mehr Fotos und einen speziellen Text dazu schreibt und somit der Aufwand grösser ist.» Wie viel hat Tchoumi wohl (neben den Schuhen) für diese Gucci-Werbung erhalten?

instagram xenia
Zoë Pastelle (17), Zürcher Bloggerin, Schauspielerin und über 100'000 Follower schwer, zeigt hier nicht nur ihre Beine, sondern auch ein paar Body-Produkte. Und schon klingelt die Kasse.

Zoë Pastelle (17), Zürcher Bloggerin, Schauspielerin und über 100'000 Follower schwer, zeigt hier nicht nur ihre Beine, sondern auch ein paar Body-Produkte. Und schon klingelt die Kasse.

instagram zoepastelle
Auch Bloggerin Kristina Bazan macht gerne mal auf ihre Kleidung oder andere Produkte aufmerksam. Hier scheint sie sich aber nicht für ein einziges Produkt entscheiden zu können. Also gleich den ganzen Kiosk mit drauf.

Auch Bloggerin Kristina Bazan macht gerne mal auf ihre Kleidung oder andere Produkte aufmerksam. Hier scheint sie sich aber nicht für ein einziges Produkt entscheiden zu können. Also gleich den ganzen Kiosk mit drauf.

instagram/@kristinabazan

Teilen Stars Inhalte auf Instagram, Facebook, Twitter oder Snapchat, verbreitet sich der Post rasend schnell. Womit sie zur Goldgrube werden: Selena Gomez etwa soll pro Post rund 500'000 Dollar verdienen, schätzen Experten. Aber auch Schweizer Prominente wie Ex-Miss-Schweiz Christa Rigozzi, Fitness-Model Anja Zeidler oder Bloggerin Michèle Krüsi werben wie wild via Social Media. Wie viel Geld spült ihnen die Schleichwerbung in die Tasche?

«Für einen Instagram-Post wird durchschnittlich 500 Franken bezahlt, für einen Blog-Post doppelt so viel, da man noch mehr Fotos platziert und einen speziellen Text dazu schreibt und somit der Aufwand grösser ist», erklärt Ziad El Semari, CEO von El Semari Enterprises und Gründer des ersten Schweizerischen Bloggerverbandes CHBV, gegenüber 20 Minuten.

Weniger Aufwand, breitere Zielgruppe, geringe Kosten

Unter den Schweizer Vorzeige-Digital-Influencern sticht die Waadtländerin Kristina Bazan, die mittlerweile international bekannt ist und für Top-Marken wie L'Oréal wirbt, heraus. Sie dürfte von den Luxuslabeln, die sie promotet, auch deutlich mehr als 1000 Franken für einen Eintrag auf ihrem Blog Kayture bekommen.

Dass sich das für die Firmen rechnet, liegt auf der Hand: «Früher mussten die Marketing-Verantwortlichen einen sehr grossen Aufwand für Foto-Shootings und Advertorials betreiben. Heutzutage wird der komplette Content, das heisst Bildmaterial, Models und Text von den Bloggern in kürzester Zeit auf qualitativ sehr hohem Niveau bereitgestellt.» Die Blog-Posts würden dann zigmal auf verschiedenen anderen Plattformen geteilt und weiterverbreitet werden, so der Experte.

Doch nicht nur die Aufwands-Minimierung seitens der Unternehmen ist ein Vorteil. Auch der geringere Streuverlust und das Erreichen einer breiteren Zielgruppe spielen laut El Semari den Firmen in die Hände.

Millennials sind gefragt

Im Fokus der Unternehmen stehe primär die Generation Y, also alle, die um das Jahr 2000 Teenager waren. Eine logische Konsequenz: «Diese Zielgruppe, die mit Social-Media-Kanälen aufgewachsen ist, hat natürlich eine sehr hohe Affinität gegenüber Blogs», meint El Semari. Der Einfluss der Blogger wachse für und mit der Generation Y, und dadurch gewinnen sie auch an Marktwert.

Wie Christa Rigozzi, Anja Zeidler und junge Schweizer Blogger auf Social Media Werbung machen, erfahren Sie in der Bildstrecke.

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