Unfallhotspot Kreisel - «Zeig Dich im Kreisel – Velos fahren in der Mitte»
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Unfallhotspot Kreisel«Zeig Dich im Kreisel – Velos fahren in der Mitte»

Velofahrer sind im Verkehr besonders gefährdet, und besonders gefährlich ist es für sie in Kreiseln. Die Suva erinnert nun daran, dass Velos in der Mitte des Kreisels fahren dürfen – und auch sollen. Dort sind sie am sichersten. Nun werden die Routen in Kreiseln von Velos analysiert.

von
Martin Messmer
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Der Rösslimattkreisel in Luzern: Diese Visualisierung zeigt Fahrwege von Velos, die jetzt mit hochmoderner Technik zu Sicherheitszwecken aufgezeichnet werden. Grün zeigt Velofahrer, die in der Mitte fahren, wo es für sie sicherer ist. Am Kreiselrand hingegen sind sie weniger gut sichtbar, teilt die Suva mit.

Der Rösslimattkreisel in Luzern: Diese Visualisierung zeigt Fahrwege von Velos, die jetzt mit hochmoderner Technik zu Sicherheitszwecken aufgezeichnet werden. Grün zeigt Velofahrer, die in der Mitte fahren, wo es für sie sicherer ist. Am Kreiselrand hingegen sind sie weniger gut sichtbar, teilt die Suva mit.

Visualisierung Suva
Bis Ende September gibt es hier und an zwei weiteren Kreiseln in Luzern Messphasen.

Bis Ende September gibt es hier und an zwei weiteren Kreiseln in Luzern Messphasen.

Visualisierung Suva
Zwischen jeder Messphase folgt eine Kommunikationskampagne, deren  Botschaft lautet: «Zeig Dich im Kreisel: Velos fahren in der Mitte!»

Zwischen jeder Messphase folgt eine Kommunikationskampagne, deren Botschaft lautet: «Zeig Dich im Kreisel: Velos fahren in der Mitte!»

Visualisierung Suva

Darum gehts

  • Auf Schweizer Strassen ereignen sich jährlich rund 21 000 Velounfälle.

  • Dabei sind Kreiselsituationen für Velofahrende besonders gefährlich, warnt die Suva.

  • Vielen Verkehrsteilnehmenden sei nicht bewusst, dass ein Velo im Kreisel in der Mitte der Fahrbahn fahren darf.

  • Doch die Velos sollen in der Mitte fahren: «Dort ist es für alle Fahrzeuge gut sichtbar, wird kaum mehr übersehen, abgedrängt und/oder umgefahren», schreibt die Suva.

Bei jedem dritten Unfall in einem Kreisel ist ein Velofahrer oder eine Velofahrerin involviert, teilt die Suva am Dienstag in einer Mitteilung mit. «Wer mit dem Velo in einen Kreisel fährt, begibt sich in eine besondere Dynamik des Strassenverkehrs», heisst es weiter. Und die Suva weist darauf hin, wie sich Velofahrer im Kreisel sicherer verhalten können: «Viele Verkehrsteilnehmende sind sich nicht bewusst, dass ein Velo im Kreisel in der Mitte der Fahrbahn fahren darf. Dort ist es für alle Fahrzeuge gut sichtbar, wird kaum mehr übersehen, abgedrängt und/oder umgefahren.» Fahren Velos in der Mitte von Kreiseln, könnten Kollisionen und die Unfallgefahr reduziert werden. «Viele Velofahrer wissen aber nicht, dass sie in der Kreiselmitte fahren dürfen und fahren direkt an den rechten Rand, dort sind ihre Silhouetten weniger gut sichtbar», sagt Suva-Sprecherin Natascha Obermayr auf Anfrage von 20 Minuten.

Jetzt werden Fahrwege aufgezeichnet

Um bei den Verkehrsteilnehmenden eine entsprechende Verhaltensänderung durchzuführen, haben die Stadt Luzern, die Suva und Swisstraffic nun ein Projekt lanciert, das Ende April beginnt und bis Ende September dauert. Konkret: An drei Kreiselstandorten in der Stadt Luzern (Allmend, Rösslimatt und Gasshof) werden in drei Messphasen mit einer speziellen Technik die Fahrwege der Verkehrsteilnehmer erfasst. Auf jede dieser Messphasen folgt eine Kampagne, die auf die Kreiselproblematik für Velos aufmerksam macht. Die Botschaft der Kommunikationskampagne lautet: «Zeig Dich im Kreisel: Velos fahren in der Mitte!»

«Das Ziel ist, dass sich das Verhalten der Verkehrsteilnehmer in den Kreiseln nach jeder Kommunikationsphase in der nächsten Messphase verbessert», also immer mehr Velos in der Kreiselmitte statt am Rand von der Messtechnik erfasst werden, sagte Obermayr weiter. Die abschliessenden Erkenntnisse fliessen dann in Präventionsmassnahmen der Suva und der Stadt Luzern ein.

Weitere Informationen der Suva zum Thema «Sicher mit dem Velo unterwegs» gibt es hier.

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