Umstrittener Europarekord - Zeigt ein Video, dass Alex Wilson nach 9,84 Sekunden nicht im Ziel war?
Aktualisiert

Umstrittener EuroparekordZeigt ein Video, dass Alex Wilson nach 9,84 Sekunden nicht im Ziel war?

Ob Alex Wilson wirklich Europarekord gelaufen ist, wird bezweifelt. Laut einem neuen Video brauchte er für die 100 Meter mindestens 10,30 Sekunden.

von
Marcel Urech
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Wie schnell war Alex Wilson bei seinem 100-Meter-Lauf wirklich?

Wie schnell war Alex Wilson bei seinem 100-Meter-Lauf wirklich?

DPA/Hendrik Schmidt

Darum gehts

  • 9,84 Sekunden – so schnell war Alex Wilson bei seinem Europarekord über 100 Meter.

  • Oder doch nicht? Ein neues Video nährt Zweifel an der Zeit des Schweizer Sprinters.

  • Er habe 10,3 Sekunden gebraucht, sagt nun der Trainer der Schweizer Sprinterin Léa Sprunger.

«Alex brauchte im günstigsten Fall 10,3 Sekunden», schreibt Laurent Meuwly über den zweifelhaften Europarekord des Schweizer Sprinters Alex Wilson auf Twitter. Meuwly trainiert die Schweizer Sprinterin Léa Sprunger und die Hürden-Läufer in den Niederlanden. Er beruft sich laut dem «Tages-Anzeiger» bei seiner Aussage auf ein neues Video, das eine von einer App generierte Zeitmessung über Wilsons Rekordlauf anzeigt. Das Video legt die Vermutung nahe, dass mit der Zeitmessung in Atlanta etwas nicht richtig funktionierte. Das Video wurde in einer ersten Version dieses Artikels verwendet – allerdings ohne Zustimmung der Quelle. Es ist darum gelöscht.

Nach seinem Rekordlauf sagte Wilson, dass er selbst skeptisch über die Zeit sei. «Ich habe es nicht geglaubt. Ich glaube sie jetzt noch nicht.» Später zweifelte er allerdings nicht mehr an seinem Rekordlauf.  «Warum sollte ich die Zeitmessung hinterfragen?», sagte Wilson nach seiner Rückkehr aus Atlanta gegenüber SRF . «Ich wusste, dass die Bedingungen perfekt sind und der Schweizer Rekord fallen könnte. Ich fühlte mich so gut wie noch nie in einem Rennen.» Und auch auf dem Zielfoto sei die Zeit von 9,84 Sekunden zu sehen, so Wilson. Offiziell bestätigt ist diese Zeit allerdings noch nicht. Nun wartet die Sportwelt auf den endgültigen Entscheid der «European Athletic Association», dem europäischen Kontinentalverband des Leichtathletik-Weltverbandes.

Nach Wilsons Fabelzeit über 100 Meter tauchte zudem ein Video auf, das ihn zusammen mit einem wegen Doping gesperrten Trainer zeigt. Wilson verteidigte sich: Er habe Raymond Stewart nur wenige Minuten lang getroffen und danach «nie wieder etwas von ihm gehört oder etwas mit ihm gemacht.»

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