Aktualisiert 14.07.2009 06:10

Nach Pyjama-PutschZelaya droht mit «anderen Massnahmen»

Der gestürzte honduranische Staatschef Manuel Zelaya hat ein Ultimatum für seine Wiedereinsetzung ins Amt gestellt. Falls diesem nicht Folge geleistet wird, droht er mit «anderen Massnahmen».

Falle bei der nächsten Vermittlungsrunde keine entsprechende Entscheidung, betrachte er die Gespräche als gescheitert, sagte Zelaya. In diesem Fall würden «andere Massnahmen» zur Anwendung kommen, sagte Zelaya am Montag in Nicaraguas Hauptstadt Managua. Die zweite Gesprächsrunde zwischen den Konfliktparteien unter der Federführung des costaricanischen Präsidenten Oscar Arias soll voraussichtlich am Wochenende in Costa Ricas Hauptstadt San José stattfinden.

In die Verhandlungen über eine Beilegung der Krise in Honduras will sich auch UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon einschalten. Ban werde mit dem als Vermittler tätigen Oscar Arias zusammenarbeiten, erklärte die Sprecherin des UNO-Generalsekretärs am Montag (Ortszeit) in New York.

Ban sei der Meinung, dass ein «offener Dialog und internationale Unterstützung» bei einer Lösung des Konflikts dem Land helfen würden. Eine erste Gesprächsrunde hatte keine Lösung gebracht.

Zelaya war Ende Juni im Streit über eine zweite Amtszeit vom Militär ausser Landes gebracht worden - im Pyjama. Bislang hat keine ausländische Regierung den derzeitigen Machthaber Roberto Micheletti als Übergangspräsidenten anerkannt.

Die USA und die Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) haben eine Rückkehr des gestürzten Präsidenten ins Amt gefordert. Micheletti hat dies jedoch kategorisch ausgeschlossen. Am Sonntag stellte er Zelaya bei einer Rückkehr lediglich eine Amnestie in Aussicht.

(sda)

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