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FussballgottZellweger muss gehen – Fans sind traurig

Nach 14 Jahren und über 500 Spielen muss das FCSG-Urgestein Marc Zellweger Ende Saison den Club verlassen. Die Fans sind traurig – und bedanken sich überschwänglich.

von
Sascha Schmid
Steht bei den Espen-Fans hoch im Kurs: Marc Zellweger.

Steht bei den Espen-Fans hoch im Kurs: Marc Zellweger.

Wenn der Stadionsprecher vor dem Match die Namen der Spieler verkündet, schreien jeweils tausend Kehlen nach dem Marc ein ohrenbetäubendes «Zellweger Fussballgott.» Damit machen die Fans deutlich, wer für sie die Nummer eins auf dem Platz ist. Zelli ist kein Ballvirtuose, er ist ein Kämpfer, ein Arbeiter und eine treue Seele, wie es sie heute kaum mehr gibt. Seit 1994 spielte er mit einem eineinhalbjährigen Unterbruch durchgehend für den FC St. Gallen. Doch diese Saison wird für den 36-jährigen Publikumsliebling die letzte sein: Der Verein hat seinen Vertrag nicht verlängert.

Trainer Uli Forte bedauerte den Entscheid, sagte aber auch, dass man irgendwann einen Schlussstrich ziehen müsse. Viele Fans können den Entscheid angesichts Zellwegers Alter nachvollziehen, viele sind aber auch traurig und bedanken sich im Fanforum überschwänglich bei Zelli. Dieser wollte sich dazu noch nicht äussern – es heisst, er müsse die Sache erst setzen lassen. Wie das Urgestein verabschiedet wird, ist noch unklar. Wegen des Choreoverbots in der AFG-Arena zelebrieren ihn die Fans wohl im letzten Spiel in Sion.

Bedauern Sie, dass Marc Zellweger nächste Saison nicht mehr für St. Gallen spielt?

Silvana Weibel (27), Krippenleiterin

«Zelli gehört einfach zum FC St. Gallen. Er ist so sympathisch, weil er ein Arbeiter ist und natürlich geblieben ist.»

Roger Oberholzer (33), Drucker

«Ich habe damit gerechnet. Zelli ist kein begnadeter Fussballer, aber er weiss, wo er auf dem Feld stehen muss.»

Nathalie Carrier (32), Lehrerin

«Mit dem Abgang von Zelli verliert der FCSG einen Teil seiner Geschichte. Er gehört einfach zum Inventar.»

Antonio Leanza (25), Sozialpädagoge

«Ich finde es schade, dass eine Ikone wie Zelli nicht selber den Zeitpunkt seines Rücktritts wählen durfte.»

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