Zürich – Zelt auf Balkon für 500 Franken Miete ist PR-Gag von Jungpolitikern
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ZürichZelt auf Balkon für 500 Franken Miete ist PR-Gag von Jungpolitikern

Um auf die Missstände im Zürcher Wohnungsmarkt aufmerksam zu machen, schalteten Mitglieder der Jungen Grünliberalen Stadt Zürich ein spezielles Online-Inserat.

von
Lynn Sachs
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«Auf das Inserat haben sich rund 15 Personen gemeldet, die meisten davon Studierende. Das ist schockierend», sagt Serap Kahriman von den Jungen Grünliberalen Stadt Zürich.

«Auf das Inserat haben sich rund 15 Personen gemeldet, die meisten davon Studierende. Das ist schockierend», sagt Serap Kahriman von den Jungen Grünliberalen Stadt Zürich.

Privat
Um auf die Missstände im Zürcher Wohnungsmarkt aufmerksam zu machen, schalteten die Jungen Grünliberalen Stadt Zürich ein Fake-Inserat online. 

Um auf die Missstände im Zürcher Wohnungsmarkt aufmerksam zu machen, schalteten die Jungen Grünliberalen Stadt Zürich ein Fake-Inserat online.

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«Wir wollten mit der Aktion auf die Missstände im Zürcher Wohnungsmarkt aufmerksam machen», sagt Serap Kahriman von den Jungen Grünliberalen Stadt Zürich.

«Wir wollten mit der Aktion auf die Missstände im Zürcher Wohnungsmarkt aufmerksam machen», sagt Serap Kahriman von den Jungen Grünliberalen Stadt Zürich.

20min/sac

Darum gehts

Als «originelles WG-Zimmer mit Blick auf den Sternenhimmel» wurde das Zelt auf dem Balkon einer Wohnung im Kreis 11 kürzlich in einem Online-Inserat angepriesen. Nun ist klar: Das Angebot war ein Fake. «Wir wollten mit der Aktion auf die Missstände im Zürcher Wohnungsmarkt aufmerksam machen», sagt Serap Kahriman von den Jungen Grünliberalen Stadt Zürich.

Das sei auch dringend notwendig, findet die 31-Jährige: «Auf das Inserat haben sich rund 15 Personen gemeldet, die meisten davon Studierende. Das ist schockierend.» Sie fordert: «Es braucht dringend mehr preisgünstigen Wohnraum für junge Menschen und mehr Durchmischung im bestehenden preisgünstigen Wohnraum, also in den Genossenschaften.»

Der Zeitpunkt ist dabei nicht zufällig gewählt. Am 13. Februar finden in Zürich die Stadtrats- und Gemeinderatswahlen statt. «Auf unserem Wahlprogramm steht das Thema günstiger Wohnraum ganz weit oben», sagt Kahriman, die als Stadträtin kandidiert.

Studentin gibt sich als Obdachlose aus

Erst kürzlich gab eine Kunststudentin auf Tiktok vor, obdachlos zu sein und an der Zürcher Hochschule der Künste übernachten zu müssen. Zuvor habe sie ihre Wohnung verloren. Wie es sich später herausstellte, handelte es sich hierbei um ein Kunstprojekt, mit dem die Studentin auf die Wohnungsnot und die steigenden Mietpreise in der Stadt Zürich aufmerksam machen wollte.

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