Zentrum Paul Klee sieht rot
Aktualisiert

Zentrum Paul Klee sieht rot

Das Zentrum Paul Klee (ZPK) in Bern schreibt 2007 ein Defizit von 230'000 Franken - und auch das nur dank Sparmassnahmen von 1,8 Millionen Franken.

Dass sich die finanzielle Situation des Zentrums nach dem ersten Betriebsjahr zuspitzen würde, sei seit langem bekannt, heisst es in einer Mitteilung des ZPK vom Montag. Das Zentrum habe einen ausgewiesenen Subventionsbedarf von jährlich 6 Millionen Franken.

Dieser Bedarf werde seit Jahren nicht gedeckt. Dies habe dazu geführt, dass die Institution alle Reserven aufbrauchen musste. Das Zentrum könne nur mit einem erhöhten Beitrag die von ihm erwartete Leistung erbringen.

Dass das ZPK Anklang findet, belegt die Leitung unter anderem mit den über den Erwartungen liegenden Besucherzahlen. 2007 wurden 164 000 Eintritte gezählt, mehr als die erwarteten 150 000 Eintritte. Darin nicht erfasst seien die Besucher von Konzerten, Theateraufführungen, Vernissagen oder externen Events.

Der Gesamtaufwand des ZPK lag 2007 bei insgesamt 12,2 Millionen Franken. 5,1 Millionen. Franken davon (rund 58 Prozent) konnte das Zentrum selbst erwirtschaften. 2 Millionen Franken erhielt es an privaten Zuwendungen. Die Beiträge von Stadt und Kanton Bern sowie den Berner Regionsgemeinden betrugen 4,8 Millionen Franken.

Trozt massiver Sparmassnahmen, unter anderem bei der Werbung, konnte das Zentrum nach eigenen Angeben sein interdisziplinäres Angebot weiter profilieren und «zielgruppenspezifisch ausbauen». Anfang 2007 trat der neue Direktor, Juri Steiner, seinen Posten an.

(sda)

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