Landschaftsschutz-Referendum: Zerstörung von Naturland verhindern
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Landschaftsschutz-ReferendumZerstörung von Naturland verhindern

Umweltgruppierungen und Linke möchten die Zersiedelung im Kanton St. Gallen stoppen. Sie ergriffen das Referendum und sammelten das doppelte der nötigen Unterschriften.

Vertreter von zwölf Organisationen sammelten 8111 Unterschriften und wollen so die Zersiedelung stoppen.

Vertreter von zwölf Organisationen sammelten 8111 Unterschriften und wollen so die Zersiedelung stoppen.

St. Galler SP, Grüne, GLP, EVP und Umweltverbände haben am Freitag das Referendum gegen eine Änderung des kantonalen Baugesetzes eingereicht. Es richtet sich gegen die Schaffung von zusätzlichen Bauzonen. 8111 Personen haben das Referendum unterschrieben.

Die nötigen 4000 Unterschriften wurden weit übertroffen, wie das Referendumskomitee mitteilte. Die Unterstützung sei auch in den ländlichen Gebieten gross gewesen. Über die vom Kantonsrat beschlossene Baugesetz-Änderung wird laut dem Komitee im kommenden November abgestimmt.

Angst vor Übermacht der Baulobby

Mit der Gesetzesänderung soll der Kantonsrat die Kompetenz erhalten, die Wachstumsziele für den Richtplan festzulegen. Bisher war dafür die Regierung zuständig. Die Gegner befürchten, dass der Kantonsrat «mit einem unrealistisch hohen Wachstumsszenario» neues Siedlungsgebiet schaffen könnte.

«Die Folge wäre eine weitere, ungebremste Zersiedelung und die Zerstörung von grossen Flächen Kultur- und Naturland», schreibt das Komitee. Die Baugesetz-Änderung sei im Kantonsrat von einer «Übermacht der Hauseigentümer- und Baulobby» durchgedrückt worden. (sda)

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