Drei verschiedene Modelle - Zertifikatspflicht an Hochschulen oder Unterricht auf eigenes Risiko?
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Drei verschiedene ModelleZertifikatspflicht an Hochschulen oder Unterricht auf eigenes Risiko?

Hochschulen, wo viele mobile junge Menschen in geschlossenen Räumen miteinander in Kontakt kommen, sind ideale Orte für die Verbreitung des Coronavirus.

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Nur noch mit Zertifikat in die Mensa der ETH in Zürich? Das wäre eines der möglichen Szenarien. 

Nur noch mit Zertifikat in die Mensa der ETH in Zürich? Das wäre eines der möglichen Szenarien.

20min/Sonja Mulitze
Ein weiters Szenario sieht es vor, nur noch mit Maskenpflicht und Abstandsregeln an die Uni zu gehen. 

Ein weiters Szenario sieht es vor, nur noch mit Maskenpflicht und Abstandsregeln an die Uni zu gehen.

20min/Sonja Mulitze
Das dritte Szenario wäre Unterricht auf eigenes Risiko, da sich jeder der Risiken einer möglichen Ansteckung bewusst ist. 

Das dritte Szenario wäre Unterricht auf eigenes Risiko, da sich jeder der Risiken einer möglichen Ansteckung bewusst ist.

20min/Celia Nogler

Darum gehts

  • Das erste Modell basiert auf der Zertifikatspflicht, was rechtlich akzeptabel wäre.

  • Das Zertifikat wäre in gewissen Fällen aufgrund der aktuellen Bundesbeschlüsse sogar obligatorisch.

  • Das dritte Modell sieht keine speziellen Massnahmen vor.

Hochschulen hätten die Pflicht, ihr Personal vor Ansteckung zu schützen, und sie könnten dazu beitragen, die Übertragung des Coronavirus zu vermindern. Es sei wichtig, die Übertragung einzudämmen, um Studierende und Mitarbeitende – insbesondere bisher Ungeimpfte – vor einer Ansteckung zu schützen, wie die Science-Task-Force in eine Mitteilung schreibt. Der Hauptfokus liege dabei vor allem auf der Aufrechterhaltung des Vorlesungsbetrieb. Wir stellen die drei Modelle der Experten vor.

Zugang nur mit Zertifikat

Das erste Modell basiert auf der Zertifikatspflicht, was rechtlich akzeptabel ist, sofern Studierende, die aus medizinischen Gründen nicht geimpft werden oder nicht am Unterricht teilnehmen können, mittels Fernunterricht weiterhin Zugang zur Bildung haben. Auch Lehrkräften, die aus gesundheitlichen Gründen nicht vor Ort anwesend sein können, muss eine Alternative zur Verfügung stehen.

Die Kontrolle des Zertifikats könnte durch Stichproben erfolgen, mittels Gratistests liessen sich Kostenhürden vermeiden. Mit Studierendenverbänden ausgehandelte Sanktionen könnten die Akzeptanz und Wirksamkeit des Modells verbessern. Eine Variante wäre die Beschränkung der Zertifikatspflicht auf ausserschulische Aktivitäten (Sport, Kultur usw.) und bestimmte Dienstleistungen wie Cafeterien ohne Online-Alternativen. Das Zertifikat wäre in gewissen Fällen aufgrund der aktuellen Bundesbeschlüsse sogar obligatorisch (z. B. Diskotheken oder Anlässe für über 1000 Personen).

Unterricht nur mit Maskenpflicht Abstandregeln

Beim zweiten Modell gelten Maskenpflicht und Abstandsregeln, zudem wird die Raumkapazität beschränkt und Fernunterricht all denjenigen angeboten, die aus medizinischen Gründen oder aufgrund der Kapazitätsbeschränkungen nicht am Präsenzunterricht teilnehmen können.

Unterricht auf eigenes Risiko

Das dritte Modell sieht keine solchen Massnahmen vor, da alle Personen auf dem Campus die Übertragungsrisiken kennen. Fernunterricht wird wie oben beschrieben angeboten. In allen drei Fällen ist mithilfe von CO2-Sensoren eine wirksame Raumbelüftung zu gewährleisten sowie ein einfacher Zugang zur Impfung und die Möglichkeit zu regelmässigen Tests.

Hochschulen haben eine gesetzliche Verpflichtung ihr Personal zu schützen und zwar auch all diejenigen, die sich nicht impfen lassen können oder immungefährdet sind.

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Hier findest du Hilfe:

BAG-Infoline Coronavirus, Tel. 058 463 00 00

BAG-Infoline Covid-19-Impfung, Tel. 058 377 88 92

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Safezone.ch, anonyme Onlineberatung bei Suchtfragen

Branchenhilfe.ch, Ratgeber für betroffene Wirtschaftszweige

Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

Dargebotene Hand, Sorgen-Hotline, Tel. 143

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(fos)

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