Aktualisiert

Mord in PerugiaZeugen belasten das «Engelsgesicht»

Der Prozess in Perugia gegen «Foxy Knoxy» geht weiter. Während Amanda Knox weiterhin alle Mordvorwürfe abstreitet, belasten sie neue Zeugenaussagen schwer.

Die rechtliche Situation für das «Engelsgesicht» von Perugia sieht im Moment düster aus: Die ersten elf Zeugen sagten Ende letzter Woche vor Gericht aus – und belasteten die 22-jährige Knox und ihren 25-jährigen Ex-Freund schwer.

«Schreie, die mir Gänsehaut machten»

Als Erste stand die ehemalige Nachbarin Nara Cappezalli im Zeugenstand. Sie hatte bereits bei ihrer Einvernahme behauptet, sie habe in der Nacht zum 2. November 2007 einen «entsetzlichen Schrei» gehört (20 Minuten Online berichtete). Diese Aussage beteuerte sie nun auch vor Gericht: Kurz vor Mitternacht, es soll etwa 23.30 Uhr gewesen sein, sei sie aufgewacht, um ins Badezimmer zu gehen. Plötzlich habe sie einen langen, lauten Schrei von einer Frau gehört. «Es war kein normaler Schrei», sagte die Witwe, «er hat mir Gänsehaut gemacht.»

Kurz danach habe sie gehört, wie zwei Personen über Metallstufen hinab und schliesslich fort gerannt seien.

Obdachloser sah Knox und Sollecito

Der 52-jährige Antonio Curatolo trat als zweiter Zeuge auf. Er will Amanda Knox und Raffaele Sollecito auf einem Basketball-Spielfeld in der Nähe vom Tatort gesehen haben. Sie sollen sich «angeregt unterhalten» haben. Insgesamt habe er das Paar zwischen 21.30 Uhr und Mitternacht «fünf Mal» gesehen. Als der Richter ihn fragte, ob sich das Paar im Gerichtssaal befand, zeigte er mit dem Finger auf die beiden Angeklagten.

Curatolos Aussage widerspricht so Knoxs Aussage, wonach sie in Sollecitos Wohnung gewesen sei. Laut forensichen Untersuchungen ist das Mordopfer Meredith Kercher zwischen 21.00 und 23.00 Uhr an ihren Verletzungen gestorben.

(kle)

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.