Zeughaus: Neue Drogenhölle?
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Zeughaus: Neue Drogenhölle?

Quartiervereinspräsident Max Künzig sieht das Schreckensgespenst Drogenszene im Zeughaushof wieder auftauchen und fordert vom Stadtrat: «Sperrt in der Nacht zu!»

Die Probleme im Zeughausareal müssten nun wirklich ernst genommen werden: «Es darf nicht wieder ein Drogenzentrum wie Platzspitz, Letten und Bäckeranlage entstehen», mahnt Max Künzig, Quartiervereinspräsident Aussersihl-Hard, den Stadtrat in einem Brief.

Nachts werde das Areal im Kreis 4 von Fixern und Alkoholikern in Beschlag genommen, es werde vermehrt mit Drogen gehandelt, gestohlen, Abfall liegen gelassen und im Hof uriniert. «Am diesjährigen Zeughausfest haben Randständige nachts unsere Tischgarnituren und Festbänke verbrannt, um damit ein Grillfeuer zu machen», sagt Künzig gegenüber 20 Minuten. Die Situation habe sich zugespitzt, seit in der Umgebung ein Krankenheim für Obdachlose und eine Drogenabgabestation eröffnet worden seien.

Bei der Stadtpolizei schätzt man die Lage allerdings ein bisschen anders ein: «Es ist bekannt, dass dort ab und zu ein paar aus der Alkoholiker- und Drogenszene rumlungern, aber nicht mehr als in anderen Parkanlagen», sagt Stapo-Sprecher Marco Cortesi. Künzig kontert: «Kein Wunder, sehen die das Problem nicht, die patrouillieren ja auch nur tagsüber», und er fordert: Die Polizei müsse auch nach Mitternacht noch präsent sein, und das Zeughausareal müsse geschlossen werden.

Alexandra Roder

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