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Zeuselnde Buben im Baudenkmal und ein Pfarrer ohne Pfarrhaus

Mindestens sechs Brände haben übers Wochenende in der Schweiz gewütet.

In Oberrohrdorf AG steckten zeuselnde Buben einen Denkmal geschätzten Gasthof an. Und in Spirigen UR fand der Pfarrer nach der Abendmesse vom Samstag den Feuerteufel im Pfarrhaus.

Die drei 12-jährigen Zeusler drangen am Freitagabend durch ein Fenster in den unter Heimatschutz stehenden und ungenutzten Gasthof «Löwen» in Oberrohrdorf AG ein. Im zweiten Stock zündeten sie zum Zeitvertreib Kerzen und Papier an - mit fatalen Folgen.

Die Flammen breiteten sich aus und richteten Schaden für mehrere 100 000 Franken an. Zwei der Knaben erlitten Rauchvergiftungen und mussten hospitalisiert werden. 120 Angehörige von drei Feuerwehren brachten den Brand unter Kontrolle. In dem seit zwei Jahren leer stehenden Gasthaus trieben sich immer wieder Halbwüchsige herum.

Getrübte Heimkehr für Pfarrer

Der Pfarrer von Spiringen UR erlebte am Samstagabend eine unliebsame Überraschung, als er von der Abendmesse ins Pfarrhaus zurückkehrte: Beim Kachelofen war ein Schwelbrand ausgebrochen. Die Feuerwehr brachte ihn zwar unter Kontrolle, das Pfarrhaus kann aber vorläufig nicht bewohnt werden.

In Attinghausen UR brannte am Samstagabend ein Ökonomiegebäude mit Garagen, einem Nähatelier, einem Lagerraum und einer Werkstatt vollständig aus. Als die Feuerwehr eintraf, brannte das Gebäude bereits lichterloh. Sie konnte das Übergreifen der Flammen auf ein Wohnhaus verhindern. Der Brand war in der Nähe eines Holzofens ausgebrochen.

Grosser Sachschaden entstand am Samstagnachmittag bei einem Brand im Zwischenboden eines Hauses in Bern. Um an den Brandherd zu gelangen, musste die Feuerwehr den Boden aufbrechen. Ursache war ein technischer Defekt

Katze bei Wohnungsbrand getötet

In einer Wohnung in einem Mehrfamilienhaus in Thun brach am Sonntagmorgen ein Brand aus. Fünf Personen mussten zur ambulanten Behandlung ins Spital gebracht werden. Eine Katze starb. Der Brand wurde durch eine Kerze ausgelöst. Der Sachschaden wird auf mehrere Hunderttausend Franken geschätzt.

Im Pfadfinderheim von Riehen BS brannte es in der Nacht auf den Sonntag aus ungeklärten Gründen. Zum Brandzeitpunkt war niemand im Gebäude. Die Polizei sucht Zeugen. Nicht nur die Pfadfinder wurden von Bränden heimgesucht: In Conthey VS brannten am Samstag auf dem Fussballplatz «Sécheron» die Garderoben ab.

(sda)

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