Ziel: Kein zweites US-Wahldebakel
Aktualisiert

Ziel: Kein zweites US-Wahldebakel

Unvergesslich bleibt das Wahldebakel um das Auszählen der Stimmen im 2000. Jetzt wollen OSZE-Wahlbeobachter um Nationalrätin Barbara Haering den tadellosen Ablauf der US-Präsidentschaftswahlen sicherstellen.

Die Rolle und die Verantwortung der Wahlbeobachter sei es, für eine ausgewogene Abwicklung des amerikanischen Wahlprozesses und des Urnengangs mit der Stimmenauszählung zu sorgen, sagte Haering im Namen der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) am Donnerstag (Ortszeit) im Nationalen Presseclub in Washington, wenige Schritte vom Weissen Haus entfernt.

Die etwa 60 OSZE-Wahlbeobachter würden aus verschiedenen Ländern rekrutiert, sagte Haering weiter. Sie seien allerdings noch nicht alle bestimmt.

Auf kritische Fragen US-amerikanischer Journalisten, warum eine Organisation, die 1996 fragwürdige Wahlen in Bosnien begleitet habe wie auch jene in Irak unter Saddam Hussein, Glaubwürdigkeit in den USA erwarten könne, erinnerte Haering daran, dass die OSZE vom US- Aussenministerium eingeladen worden sei.

Im Raum stand die Frage, ob die Wahlbeobachter auch nach Florida gehen würden. Der republikanische Kandidat und derzeitige Amtsinhaber George W. Bush hatte dort vor vier Jahren gegen seinen demokratischen Herausforderer Al Gore mit einem hauchdünnen Vorsprung von 527 Stimmen gesiegt, nachdem das Oberste Gericht der USA mehreren Stimmenneuauszählungen von Lochkarten ein Ende gesetzt hatte.

(sda)

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