Aktualisiert 29.06.2005 20:24

Zielscheibe «Biene Maya»

Verkehrsinselpfosten haben in St. Gallen einen schweren Stand. Mindestens einmal pro Woche wird einer niedergemäht. Für die Missetäter wirds teuer

Ständig werden sie umgefahren: Die schwarzgelben Inselpfosten in St. Gallen, die im Jargon Biene Maya genannt werden. «Wie der einsame Baum auf der Wiese, scheint der leuchtende Pfosten eine grosse Anziehungskraft zu haben», erklärt Benjamin Lütolf von der Stapo. Denn: Mindestens einmal pro Woche wird einer demoliert. Teuer ist das vor allem für die Verursacher. Bis zu 3000 Franken kostet ein Ersatz-pfosten – Busse und Verfahren nicht eingerechnet.

Das wissen auch die Autofahrer. Etwa ein Drittel der Unfallverursacher schleicht ab, ohne sich zu melden. «In der Innenstadt kommt aber selten einer unerkannt davon», so Lütolf. Meist beobachte ein Passant den Vorfall und notiere die Autonummer. Andere kämen zufällig in eine Kontrolle oder würden eine Ölspur bis zu ihrem Wohnhaus legen. «Nur jeder zehnte Biene-Maya-Zerstörer kommt ungeschoren davon», sagt

Lütolf. Warum so viele Pfosten dran glauben müssen, weiss Lütolf nicht. Nur so viel: Keine Insel sei stärker betroffen als andere. «Umrasiert werden sie quer durch die ganze Stadt», so Lütolf.

(ann)

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