Aktualisiert 29.05.2017 11:16

Steinhausen ZGZierliche Feen-Türen öffnen eine Märchenwelt

Stephen McEwen hat eine Marktnische gefunden: Er stellt 25 cm kleine, bunte Feen-Türen aus Holz her und verkauft sie.

von
Nicole Agostini

Die Feen-Türchen werden in Steinhausen gefertigt. (Video: na)

«Als ich meinen beiden Töchtern erzählte, dass wir im Garten eine Party für die Elfen machen werden, waren sie begeistert. Da kam mir die Idee, dass die Elfen auch eine Tür haben sollten, falls sie gerne bei uns einziehen möchten», sagt der Neuseeländer Stephen McEwen, Inhaber und Hersteller von Imagination Doors. 2010 baute der bärtige Iron-Maiden-Fan mit zahlreichen Tattoos seine erste zierliche Feen- oder Wichteltür. Dass diese Kreation einst ein Geschäft werden würde, ahnte McEwen aber noch nicht.

Wer hat den Schlüssel der Elfen-Tür?

«Ich war schon immer vom Elfenvolk fasziniert und bin sehr offen, was das betrifft, also wollte ich das meinen Kindern auch weitergeben», sagt er. «Wenn eine Tochter eine Socke vermisste, sagte ich immer, dass es ein Elf war, der sie gestohlen hat», so McEwen weiter.

Die Türen sind klein: 25 cm hoch, 16 cm breit und 4 cm tief. «Die Türen lassen sich nicht öffnen. Das ist absichtlich, denn den Schlüssel hat nur eine Fee, ein Wichtel oder ein Elf», erklärt der Feen-Fan. So werde das Vorstellungsvermögen der Kinder gefördert. Die Kinder könnten frei ihre Geheimnisse, die sie den Erwachsenen nicht erzählen wollten, mit dem Elfenvolk teilen.

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Märchenhaft: Der Neuseeländer Stephen McEwen baut in seiner Werkstatt in Steinhausen Feen-Türen.

Märchenhaft: Der Neuseeländer Stephen McEwen baut in seiner Werkstatt in Steinhausen Feen-Türen.

20 Minuten/na
«Imagination Doors» nennt er die kleinen Pforten.

«Imagination Doors» nennt er die kleinen Pforten.

Imagination Doors
Die Idee kam ihm wegen seiner Töchter: «Als ich meinen Kindern erzählte, dass uns Feen im Garten besuchen würden, um eine Party dort zu machen, waren sie sehr fasziniert von der Idee», sagt McEwen.

Die Idee kam ihm wegen seiner Töchter: «Als ich meinen Kindern erzählte, dass uns Feen im Garten besuchen würden, um eine Party dort zu machen, waren sie sehr fasziniert von der Idee», sagt McEwen.

Imagination Doors

Geschäft wuchs durch Facebook

Anfangs werkelte der gelernte Zimmermann und Schreiner nur abends und an Wochenenden in seiner Werkstatt, um die magischen Türen herzustellen. Er machte sie für Freunde und Bekannte. Dann begann er die Türen in der Natur zu verbreiten: «Ich habe begonnen, ‹wilde Türen› zu machen, die ich im Wald versteckte. So sprach sich das sehr schnell rum. Die Leute fanden die Türen und fragten sich, woher sie kommen. Bei den Menschen entstand beim Fund der Tür etwas Magisches», sagt der Feen-Mann.

McEwen gründete mit seiner Familie die Firma Imagination Doors und begann die Türen auf seiner Website zu verkaufen. Die Türen sind beliebt: Auf Facebook hat er bereits 3800 Fans. Bis jetzt hat er etwa 1000 Türen verkauft. Eine Feen-Tür kostet zwischen 63 und 85 Franken und ist in zwölf verschiedenen Farben erhältlich.

Feen-Tür für Erwachsene

Seine Zielgruppe sind Kinder, Eltern, Grosseltern, Betreuer und Lehrer. Erwachsene würden die Türen auch als Kunstobjekte sehen oder sogar auch als Objekte, um über Verstorbene hinwegzukommen. «Einige wollten auch für verstorbene Bekannte eine Tür haben. Als Fokusobjekt für die Trauer. So konnte das Enkelkind mit der verstorbenen Grossmutter kommunizieren», erklärt Karin Brown, Ehefrau von McEwen.

Crowdfunding für Schweiz

Die Feen-Familie zog 2015 in die Schweiz und möchte jetzt mit ihrem Elfen-Business in der Schweiz durchstarten. Dafür haben sie eine Crowdfunding-Aktion gestartet.

Die Feen-Familie aus Steinhausen geht davon aus, dass das Geschäft auch in der Schweiz gut ankommen wird, denn: «Es ist alles swiss- und handmade. Handarbeit wird hier sehr geschätzt und wir verkaufen eben kein Plastikzeug aus China», erklärt Brown weiter, die ihren Mann voll unterstützt: «Wir sind ein Familiengeschäft.»

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