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Zigarrengruppe Villiger mit Umsatzrückgang

Der Zigarren- und Zigarillohersteller Villiger hat im 2006 einen Umsatzrückgang hinnehmen müssen. Um die Wechselkurseffekte bereinigt, erzielte die Gruppe einen Umsatz von 185,8 Mio. Franken, was einem Minus von 2 Prozent entspricht.

Das im luzernischen Pfeffikon heimische Familienunternehmen führt in einer Mitteilung vom Mittwoch diesen Rückgang auf zwei Ursachen zurück. So wurde Villiger Ireland verkauft und der Vertrieb von vorproportionierten Feinschnittsträngen aufgegeben, letzteres wegen Änderungen bei der Tabaksteuer in Deutschland.

Villiger spricht zudem von einem «Anti-Raucher-Krieg in ganz Europa». Dieser richte sich aber in erster Linie gegen die Zigarette, während Zigarre und Zigarillo als «Genussmittel und Kulturgut» weniger betroffen seien.

Für das laufende Jahr ist Firmeninhaber Heinrich Villiger optimistisch. Die Gruppe wolle weltweit deutlich wachsen. Er informierte zudem über die Nachfolgeregelung. Tochter Corina Villiger Christ stehe für die unternehmerische Nachfolge zur Verfügung.

Die Villiger Gruppe ist 1888 gegründet worden und beschäftigt insgesamt 800 Mitarbeiter. Die Produktion ist in Pfeffikon, in Deutschland sowie in Indonesien angesiedelt.

(sda)

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