Aktualisiert 20.10.2011 23:34

StudieZigipäckli-Warnung wirkt immer weniger

Neue Umfragezahlen bei Rauchern in der Schweiz zeigen: Die Warnhinweise werden immer weniger zur Kenntnis genommen.

Die Schockbilder auf Zigipäckchen werden immer weniger wahrgenommen.

Die Schockbilder auf Zigipäckchen werden immer weniger wahrgenommen.

Schriftliche Warnhinweise auf Zigarettenpackungen halten immer weniger vom Rauchen ab. Dies zeigt das Tabak­monitoring im Auftrag des Bundesamtes für Gesundheit. Auch die ab­schreckenden Bilder, die seit 2010 zusätzlich zu sehen sind, stoppten den Trend nicht. Im Jahr 2006 sagten 37 Prozent, dass sie die schriftlichen Warnhinweise «immer» oder «häufig» beachten. Im Jahr 2010 waren es nur noch 26 Prozent, wie die «Neue Zürcher Zeitung» gestern publik machte. Wie stark die schriftlichen Warnhinweise bei Rauchern zu Verhaltensänderungen führen, wurde auch untersucht. Auch hier zeigt der Trend nach unten: 2006 gaben 12 Prozent an, aufgrund der Hinweise weniger zu rauchen, 2010 waren es nur noch 8 Prozent.

Das BAG findet die Resul­tate zufriedenstellend: «Es wäre unrealistisch anzunehmen, dass alle Raucherinnen und Raucher die Hinweise dauernd ­lesen», so Sprecherin Mona Neidhart. Die schriftlichen Warnungen würden auch weniger beachtet, wenn sie von Bildern begleitet würden, so Neidhard.

Rudolf Horber von der Allianz der Wirtschaft für eine massvolle Präventionspolitik meint dagegen: «Diese Umfrageresultate zeigen uns, dass die Wirkung solcher (Um-)Erziehungs­programme naturgemäss beschränkt bleibt. Reagiert das BAG mit noch mehr Abschreckungskampagnen auf diese Umfrageergebnisse, wäre dies für uns der falsche Weg.»

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