Aktualisiert 22.12.2003 09:47

Zivilschutz vermehrt Katastrophenhilfe

Mit dem In-Kraft-Treten des neuen Bevölkerungs- und Zivilschutzgesetzes am kommenden 1. Januar wird der Zivilschutz tief greifend umgebaut.

Er richtet sich künftig vor allem auf die Katastrophenhilfe aus, wie das Eidgenössische Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) am Montag mitteilte. Die Dienstpflicht dauert nur noch bis zum 40. statt bis zum 50. Altersjahr und der Gesamtbestand der Zivilschutz-Angehörigen reduziert sich von gut 280.000 auf 120.000.

Die Rekrutierung findet neu gemeinsam mit der Armee in einem der sieben Rekrutierungszentren statt und dauert zwei bis drei Tage. Allerdings besteht laut VBS nach wie vor keine freie Wahl zwischen Armee und Zivilschutz, die Armee hat Vorrang. Die Zivilschutz-Grundausbildung, die bisher in maximal fünf Tagen vollzogen wurde, dauert neu zwei bis drei Wochen. Auch der jährliche Einsatz in Wiederholungskursen, der bisher maximal zwei Tage betrug, wurde auf zwei Tage bis eine Woche verlängert.

Beim Wehrpflichtersatz wurde der Ansatz von zwei Prozent des taxpflichtigen Einkommens auf drei Prozent angehoben. Die Reduktion pro Diensttag im Zivilschutz geht von zehn auf vier Prozent zurück. Dafür dauert die Ersatzpflicht nur noch bis zum 30. statt wie bisher bis zum 42. Altersjahr. (dapd)

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