Aktualisiert 27.10.2009 19:09

Wichtiger Schritt ins AuslandZKB kauft in Österreich ein

Die Zürcher Kantonalbank (ZKB) wagt mit dem Kauf einer österreichischen Privatbank einen ersten Schritt ins Ausland. Das Institut hat die Privatinvest mit Hauptsitz in Salzburg und einer weiteren Niederlassung in Wien gekauft.

Es handle sich um den ersten Kauf einer ausländischen Kundenbank, sagte ZKB-Pressesprecher Urs Ackermann am Dienstagabend zur Nachrichtenagentur SDA.

Der Kauf einer im EU-Raum beheimateten Bank sei für die ZKB eine wichtige Voraussetzung, um am Wachstum im internationalen Private Banking vermehrt teilhaben zu können. «Das Offshore-Banking aus der Schweiz wird immer schwieriger. Österreich ist daher ein idealer Standort, um unsere Zielmärkte zu bearbeiten,» sagte Ackermann weiter.

Die ZKB konzentriere sich auf die Märkte Deutschland und Österreich sowie ausgewählte zentraleuropäische Länder wie Tschechien, Polen, Slowakei und Ungarn. «Diese Märkte sind interessant, weil es noch nicht eine so hohe Bankendichte gibt,» sagte Ackermann.

Die ZKB erwarb 100 Prozent an dem Institut, welches zu einem späteren Zeitpunkt umfirmiert und unter der «Marke ZKB» auftreten wird. Bisherige Eigentümer seien die Commerzbank in Frankfurt sowie die Salzburger Sparkasse gewesen, hiess es in einer Mitteilung.

Der Kaufpreis wurde nicht genannt. Die Privatinvest verwaltete zuletzt mit 50 Mitarbeitern ein Vermögen von rund 600 Mio. Euro. Die Transaktion muss noch von den zuständigen Behörden genehmigt werden.

Die Commerzbank erfüllt mit dem Verkauf eine Auflage der EU- Kommission. Diese hatte dem Institut eine Schrumpfkur verordnet, weil es mit 18,2 Mrd. Euro vom deutschen Staat vor dem Untergang gerettet werden musste. Die Bank hatte sich bereits von mehreren Beteiligungen getrennt.

(sda)

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.