Aktualisiert 20.01.2016 15:11

Thayngen SH

Zöllner beschlagnahmen geschmuggelte Welpen

Deutsche Zöllner haben am Grenzübergang Bietingen D fünf Welpen im Kofferraum eines Autos entdeckt. Die Hunde und ihre Mutter wurden einer Tierambulanz gegeben.

von
som
Zollbeamte fanden im Kofferraum eines Autos fünf Welpen.

Zollbeamte fanden im Kofferraum eines Autos fünf Welpen.

Kein Anbieter/zvg

Der Zoll geht davon aus, dass es um illegalen Tierhandel geht. Bei der Kontrolle von zwei Männern entdeckten die Zöllner zunächst eine ausgewachsene Hündin auf der Rückbank des Fahrzeugs, wie das Hauptzollamt Singen am Mittwoch mitteilte.

Anschliessend fanden sie im Kofferraum fünf Welpen, bei denen es sich um eine Kreuzung zwischen Boxer und Pitbull-Terrier handelt.

Mehrere Hunde geschmuggelt

Einer der beiden Männer hat bereits mehrfach Hunde dieser Mischlingsrasse aus Italien über die Schweiz nach Deutschland eingeführt. Gegen den italienischen Staatsangehörigen wurde ein Strafverfahren wegen des Verdachts des Einfuhrschmuggels sowie wegen Einfuhr gefährlicher Hunde eingeleitet.

Laut Michael Hauck, Sprecher des Hauptzollamtes Singen, geht es den Tieren gut. Was mit ihnen geschieht, konnte er nicht sagen. Es werden eher selten geschmuggelte Tiere am Zoll gefunden, sagt Hauck: «In unserem Gebiet haben wir vielleicht ein bis zwei Fälle pro Jahr.»

Es werden immer mehr Tiere illegal in die Schweiz eingeführt

Wie viele geschmuggelte Tiere schweizweit beschlagnahmt werden, wird nicht erfasst. Für Helen Sandmeier, Sprecherin des Schweizer Tierschutzes STS, ist jedoch klar, dass sowieso nur wenige illegal eingeführte Tiere an der Grenze entdeckt werden. «Der grösste Teil gelangt in die Schweiz und es werden immer mehr.» Denn gerade Hunde werden im Internet zunehmend zu Schnäppchenpreisen verkauft, so Sandmeier.

«Leider stammen diese oft aus zweifelhafter Zucht und leiden unter gesundheitlichen oder Verhaltensproblemen.» Wenn auffliegt, dass jemand ein illegal eingeführtes Tier besitzt, werde er beim Veterinäramt angezeigt. «Es wird dann beschlagnahmt und im schlimmsten Fall eingeschläfert», sagt Sandmeier.

(som/sda)

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