Bern: Zoff um die Ausgangsmeile spitzt sich zu
Aktualisiert

BernZoff um die Ausgangsmeile spitzt sich zu

Der Knatsch um das Nachtleben im
Matte-Quartier hält an: Der
Leist-Präsident schiesst im Internet gegen Politiker und den Wasserwerk-Club.

von
Bigna Silberschmidt
Matte-Quartier: Wohin geht es mit dem Wasserwerk-Club?

Matte-Quartier: Wohin geht es mit dem Wasserwerk-Club?

Von Ruhe ist in der Berner Matte selbst tagsüber nichts zu spüren: Mit einem Beitrag auf dem Matteblog mischt nun auch Leist-Präsident Bernhard Bürkli im Meinungskrieg um die Zukunft des Nachtlebens im Quartier mit. Wenn sich GFL-Stadtrat und DJ Manuel Widmer schon so sehr für den Wasserwerk-Club ins Zeug lege, so solle er jeweils am Morgen danach auch helfen, «die Pisse, die Scheisse, die Kotze, die leeren Flaschen und die Glasscherben zu beseitigen». Widmer versteht Bürklis Frust über die «Partygänger, die eine solche Sauerei hinterlassen». Er vermisse aber die Bereitschaft der Anwohner zu einer gemeinsamen Lösung: «Seit es die Matte gibt, war sie eine Ausgangsmeile.» Laut Bürkli haben ­Anwohner das Gespräch mit Clubchef Albert Gomez gesucht, sind von ihm jedoch übel beschimpft worden. Gomez war gestern nicht erreichbar.

Weiter schreibt Bürkli, der Club habe öfters schliessen müssen, weil das Angebot nicht mehr so ziehe und nicht wegen Dezibel und Einsprachen. Dazu Gomez' Compagnon Urs Imhof: «Die Konkurrenz ist wohl kaum zu gross, wenn sich ein Komitee gegen das Clubsterben in Bern formiert.» Der Club sei in der Vergangenheit wegen erschwerender Bedingungen wie Lärmbestimmungen und Öffnungszeiten zum Aufgeben gezwungen worden. Lieber als Wortgefechte wäre Imhof jedoch ein politisches Machtwort in die eine oder andere Richtung. «Betreiber wie auch Anwohner brauchen endlich Klarheit.»

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