Swiss PLF-Formular – Zollbeamte machen Stichproben und verteilen 100-Franken-Bussen
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Swiss PLF-FormularZollbeamte machen Stichproben und verteilen 100-Franken-Bussen

Das elektronische Einreise-Formular ist zum Standard beim Reisen geworden. Wer es nicht ausgefüllt hat, riskiert eine saftige Busse. Bereits 200 Personen hat es getroffen.

von
Patrick McEvily
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Wer in die Schweiz einreist und das Einreiseformular PLF nicht ausgefüllt hat, riskiert eine Busse von 100 Franken.

Wer in die Schweiz einreist und das Einreiseformular PLF nicht ausgefüllt hat, riskiert eine Busse von 100 Franken.

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Die Massnahme ist Teil von mehreren Einreiseverschärfungen, welche die Behörden Ende September mit Blick auf die Herbstferien eingeführt haben.

Die Massnahme ist Teil von mehreren Einreiseverschärfungen, welche die Behörden Ende September mit Blick auf die Herbstferien eingeführt haben.

20min/Taddeo Cerletti
Alle Einreisenden – geimpfte, genesene und negativ getestete Personen – müssen zudem das Einreiseformular (Passenger Locator Form, SwissPLF) ausfüllen.

Alle Einreisenden – geimpfte, genesene und negativ getestete Personen – müssen zudem das Einreiseformular (Passenger Locator Form, SwissPLF) ausfüllen.

20min/Community

Darum gehts

  • Seit Ende September muss bei der Einreise in die Schweiz ein Formular ausgefüllt werden.

  • Wer dies nicht tut, kassiert eine Busse von 100 Franken.

  • 200 Ferienrückkehrende hat es bereits getroffen.

Wer in die Schweiz einreist, muss seit einigen Wochen dieses Formular ausfüllen: Das Personal Location Form (kurz: PLF). Was den wenigsten bekannt sein dürfte: Wird man kontrolliert und hat keines dabei, fällt eine Busse an. Diese beträgt 100 Franken. Wie die Tamedia-Zeitungen berichten, wurden solche bereits an 200 Personen verteilt.

Name, Adresse und Handynummer gehören ebenso auf das Formular, wie das benutzte Reisemittel und die Pass- oder ID-Nummer. 900’000 Formulare wurden seit der Einführung Ende September bereits ausgefüllt. Nur wenige wurden daraufhin kontrolliert. Die Beamtinnen und Beamten der Eidgenössischen Zollverwaltung führen Stichproben an den Schweizerischen Grenzen durch. Die Auswahl der geprüften Personen geschehe «risikobasiert und lageabhängig».

Datenschutz-Organisationen kritisieren das Formular

Besonders heikel am Formular: Man muss auch den eigenen Corona-Satus angeben. Bei der Anreise auf dem Landweg fällt zudem die Autonummer an. Datenschützerinnen und Datenschützer, wie Sara Stalder von der Stiftung für Konsumentenschutz kritisieren das Formular deshalb. Die Verantwortlichen geben zu Protokoll, dass die Erhebung vom eidgenössischen Datenschutzbeauftragten für rechtmässig empfunden worden sei. Nach 30 Tagen würden die Daten zudem gelöscht.

Das Formular kann auf der Webseite des Bundesamtes für Gesundheit ausgefüllt werden.

Hast du oder hat jemand, den du kennst, Mühe mit der Coronazeit?

Hier findest du Hilfe:

BAG-Infoline Coronavirus, Tel. 058 463 00 00

BAG-Infoline Covid-19-Impfung, Tel. 058 377 88 92

Dureschnufe.ch, Plattform für psychische Gesundheit rund um Corona

Safezone.ch, anonyme Onlineberatung bei Suchtfragen

Branchenhilfe.ch, Ratgeber für betroffene Wirtschaftszweige

Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

Dargebotene Hand, Sorgen-Hotline, Tel. 143

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