Affenanlage: Zolli eröffnet neues Primaten-Paradies
Aktualisiert

AffenanlageZolli eröffnet neues Primaten-Paradies

Die Menschenaffen im Basler Zoo können sich über eine neue Aussenanlage freuen. Auch Experten sind begeistert. Die Anlage ist weltweit einzigartig.

von
Lukas Hausendorf

«Hier wurde das Bestmögliche für unsere nächsten Verwandten realisiert», sagte der Di­rektor des Leipziger Zoos, Jörg Junold, bei der Eröffnung der neuen Geigy-Anlage für die Menschenaffen des Basler Zoos. Als Präsident des Welt-Zooverbands muss es ­Junold schliesslich wissen. Die neue Anlage, die nach zweijähriger Bauzeit gestern dem Publikum zugänglich gemacht wurde, umfasst eine Vergrösserung des bestehenden Affenhauses und eine neue, sehr grosszügige Aussenanlage.

In den bis zu 16 Meter hohen Gehegen finden die 22 Orang-Utans, Schimpansen und Gorillas des Zolli eine naturnahe Umgebung vor, die auch spielerisch keine Wünsche offen lässt. «Hier können sie entdecken und ­beobachten», freut sich Zoo-Direktor Olivier Pagan. Die Orang-Utans dürfen sich sogar über eine Weltneuheit freuen. Für sie wurden mehrere bis zu sieben Meter hohe, an Bambus gemahnende Fiberglasstangen installiert, an denen sie sich entlangschwingen können.

Das wohl attraktivste Menschenaffenhabitat, das bis dato in einem Tiergarten realisiert wurde, wäre ohne die Unterstützung von Gönnern, allen voran Mäzen Matthias Eckenstein, nicht möglich gewesen. Über seine Eckenstein-Geigy-Stiftung spendete der 82-Jährige 25 Millionen Franken für den Neubau, der insgesamt 30 Millionen Franken kostete. Man könne seine Pfunde verschwenden oder zum Spriessen bringen, erklärt er sein ­Engagement für den Zoo. Und warum gerade für die Primaten? «Affen sind wir alle», schmunzelt er.

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