14.09.2016 11:39

Raubtierpark

Zonenplan zerstört Stricklers letzte Hoffnung

René Strickler will das Land kaufen, auf dem sein Raubtierpark heute steht. Doch den Park könnte er dort nicht mehr weiterbetreiben.

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René Stricklers hat dem Kampf um seinen Raubtierpark in Subingen verloren.

René Stricklers hat dem Kampf um seinen Raubtierpark in Subingen verloren.

20 Minuten/kaf
Das Bundesgericht wies seine Beschwerde gegen den Räumungsbefehl ab.

Das Bundesgericht wies seine Beschwerde gegen den Räumungsbefehl ab.

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Eigentlich hätte Strickler das Gelände bereits per Ende 2015 räumen müssen.

Eigentlich hätte Strickler das Gelände bereits per Ende 2015 räumen müssen.

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Der Solothurner Regierungsrat hat den Teilzonen- und Erschliessungsplan des Gebiets Fadacker in Subingen genehmigt. Die fast zehn Hektaren werden in eine Wohn- und Arbeitszone umgewandelt, berichtet das «Grenchner Tagblatt». Zuvor war es Industrie- und Gewerbeland.

Auf einem Teil des Areals steht René Stricklers Raubtierpark. Seit zwei Monaten hätten die Behörden freie Hand, um die Zwangsräumung des Parks durchzuführen. Doch Strickler hofft immer noch darauf, das Land von der Landbesitzerin, der Espace Real Estate AG, kaufen zu können. Dumm nur: Selbst wenn er die rund 14 Millionen Franken für den Kauf der 50'000 Quadratmeter zusammenbekäme, dürfte er wegen des neuen Zonenplans keinen Tierpark mehr auf diesem Land betreiben.

Strickler war informiert

Dass es so kommen könnte, wusste René Strickler schon lange. Der Teilzonen- und Erschliessungsplan wurde nämlich schon 2012 vom Subinger Gemeinderat verabschiedet. Stricklers fünfjähriger Mietvertrag mit der Landbesitzerin lief da gerade aus. In einem Gespräch habe Gemeindepräsident Hans Ruedi Ingold den Tierparkbesitzer darauf aufmerksam gemacht. Wolle René Strickler auch künftig einen Tierpark auf dem Gelände betreiben, müsse er sich jetzt einbringen. «Aber er hat nichts unternommen», sagt der Gemeindepräsident.

Strickler hätte seinen Park längst räumen sollen. Seit zwei Monaten müsste der 65-jährige Tierdompteur mit seinen Raubkatzen weg sein. Die Zwangsräumung könnte jederzeit durchgeführt werden. Das Bundesgericht hat dieses Vorgehen bestätigt. «Eine Wohnungsräumung wäre längst erledigt», sagt Alain Hervouêt vom Oberamt in Solothurn, das die Räumung vollstrecken müsste. Doch: «Ein Raubtierpark zu räumen, ist ein äusserst schwieriges Unterfangen. Es ist ein einmaliger Fall in der Schweiz oder gar in Europa.» Die Tiere werden im Besitz von René Strickler bleiben und können nicht einfach an einen Zoo oder eine Auffangstation gegeben werden. Strickler sucht gleichzeitig auch nach einer Lösung im Ausland. (20 Minuten)

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