Aktualisiert 06.01.2020 00:05

WahlenZoran Milanovic wird neuer Präsident Kroatiens

Ein Sozialdemokrat hat die Präsidentenwahl in Kroatien gewonnen. Er kommt auf 53 Prozent der Stimmen.

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Der Sozialdemokrat Zoran Milanovic hat einer Prognose zufolge die Präsidentenwahl in Kroatien gewonnen.

Der Sozialdemokrat Zoran Milanovic hat einer Prognose zufolge die Präsidentenwahl in Kroatien gewonnen.

Antonio Bronic
Der Herausforderer der konservativen Amtsinhaberin Kolinda Grabar-Kitarovic kam demnach bei der Stichwahl am Sonntag auf 53,2 Prozent der Stimmen.

Der Herausforderer der konservativen Amtsinhaberin Kolinda Grabar-Kitarovic kam demnach bei der Stichwahl am Sonntag auf 53,2 Prozent der Stimmen.

Marko Djurica
Im Hauptquartier des Wahlkampfstabes von Milanovic brandete Jubel auf, als das Prognoseergebnis auf einer Grossleinwand erschien. Grabar-Kitarovic erhielt demnach 46,8 Prozent der Stimmen.

Im Hauptquartier des Wahlkampfstabes von Milanovic brandete Jubel auf, als das Prognoseergebnis auf einer Grossleinwand erschien. Grabar-Kitarovic erhielt demnach 46,8 Prozent der Stimmen.

Marko Djurica

Der Sozialdemokrat Zoran Milanovic hat die Präsidentenwahl in Kroatien gewonnen. Der 53-jährige kam auf knapp 53 Prozent der Stimmen, wie die kroatische Wahlkommission am Sonntagabend nach Auszählung von 97 Prozent der Stimmen in Zagreb mitteilte. Damit verhinderte er die Wiederwahl der konservativen Amtsinhaberin Kolinda Grabar-Kitarovic, die nur etwas mehr 47 Prozent der Wähler hinter sich hatte.

Milanovic hatte bereits die erste Runde der Präsidentenwahl vor zwei Wochen mit 29,6 Prozent der Stimmen für sich entschieden. Grabar-Kitarovic war auf 26,7 Prozent der Stimmen gekommen.

Die Präsidentin hoffte aber noch auf Stimmen aus der Anhängerschaft des Volksliedmusikers Miroslav Skoro. Er war in der ersten Runde mit 24,4 Prozent der Stimmen als Drittplatzierter relativ knapp ausgeschieden.

Zeremonielle Befugnisse

Das Staatsoberhaupt hat in Kroatien vor allem zeremonielle Befugnisse, da die Regierungsgeschäfte vom Ministerpräsidenten geführt werden. Dennoch galt die Wahl auch als Indikator für die Stärke des rechten und des linken Lagers vor den Parlamentswahlen voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte.

Die relativ deutliche Niederlage von Grabar-Kitarovic dürfte in der konservativen Regierungspartei HDZ (Kroatische Demokratische Gemeinschaft) Nervosität und Richtungsdebatten auslösen. Die abgewählte Präsidentin kommt aus der HDZ, die Partei hatte sie im Wahlkampf offiziell unterstützt. Die SDP (Sozialdemokratische Partei Kroatiens) hatte Milanovic unterstützt. Sein Sieg kommt auch der Partei zugute. (sda)

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