Derby-Schlägerei: ZSC-Baltisberger wird zum Rächer und schlägt zurück
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Derby-SchlägereiZSC-Baltisberger wird zum Rächer und schlägt zurück

Rote Köpfe beim 208. Zürcher Derby. Zwei Kumpels liefern sich eine wüste Schlägerei und ein Dritter mischt sich ein.

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Schlägerei zwischen Tim Ramholt und Roman Wick beim Zürcher Derby und Phil Baltisberger mischt sich ein.

In der Schlussphase des Zürcher Derbys zwischen dem EHC Kloten und den ZSC Lions wurde es richtig hitzig. So ging Klotens Tim Ramholt plötzlich wie von der Tarantel gestochen auf ZSC-Stürmer Roman Wick los und deckte diesen mit einem Schlag-Inferno ein. Das mochte sich dann ZSC-Verteidiger Phil Baltisberger nicht mehr länger mitansehen, sprang mit Tempo kommend Ramholt an und prügelte seinerseits auf diesen ein.

Sowohl Ramholt (2 plus 2 plus 10 Strafminuten) wie auch Baltisberger (5 plus Spieldauerdisziplinarstrafe) konnten duschen gehen. Zu reden gab diese Szene nach Spielschluss jedoch weit mehr als das etwas Resultat des Spiels (5:3-Sieg der ZSC Lions). Einerseits, weil Ramholt und Wick eigentlich Kumpels sind. Und in ihrer Freizeit gemeinsam in der Rockband «We are the Bulls», der auch SCB-Verteidiger Eric Blum angehört, musizieren. Doch auf dem Eis schenkt man sich nichts – und das ist eigentlich gut so.

Baltisberger und sein No-Go

Der grössere Aufreger war, dass sich Phil Baltisberger eingemischt hat. Eigentlich ein absolutes No-Go im Eishockey, wenn Zwei sich im Infight befinden. «Das muss man abstellen, so etwas geht überhaupt nicht», nervte sich denn auch Kloten-Trainer Kevin Schläpfer über Baltisberger.

Derweil fand ZSC-Stürmer Chris Baltisberger die Aktion seines jüngeren Bruders gut: «Er wollte Roman Wick beschützen.» Womit auch er, bei seiner Betrachtungsweise, recht hat. Roman Wick ist ein Starspieler der ZSC Lions. In der NHL kann schliesslich auch niemand ungestraft einfach so auf Sidney Crosby oder Connor McDavid einprügeln.

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