Aktualisiert 23.12.2018 18:47

National LeagueZSC Lions gewinnen dank verrückter Schlussphase

Die Niederlage schon vor Augen – doch dann kam der Lucky-Punch: Die Lions entscheiden den Krisengipfel für sich. Auch Davos wendet sein Heimspiel.

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Jubel beim ZSC: Die Lions drehen die Partie und bezwingen Fribourg nach Verlängerung.

Jubel beim ZSC: Die Lions drehen die Partie und bezwingen Fribourg nach Verlängerung.

Keystone/Walter Bieri
Der Krisengipfel war ein hartes Stück Arbeit.

Der Krisengipfel war ein hartes Stück Arbeit.

Keystone/Walter Bieri
Aufatmen bei Harijs Witolinsch: Die Heimpremiere für Davos' neuen Trainer ist geglückt.

Aufatmen bei Harijs Witolinsch: Die Heimpremiere für Davos' neuen Trainer ist geglückt.

Keystone/Gian Ehrenzeller

Die ZSC Lions und ihr Coach Serge Aubin werden keine ruhigen Weihnachten erleben. Dass diese nicht noch heisser werden, verhinderten sie in letzter Minute. Im Krisenduell glich der Meister im ausverkauften Hallenstadion gegen Fribourg-Gottéron 31 Sekunden vor Schluss im Powerplay durch Fredrik Pettersson aus - und der Schwede schoss die Zürcher nach zwei Minuten in der Verlängerung zum ersten Sieg seit dem 7. Dezember.

Als Zehnte bleiben die Löwen dennoch unter dem Strich. Noch deutlich prekärer ist die Lage des HC Davos, doch auch er schaffte einen kleinen Befreiungsschlag. Nach dem Sieg am Samstagabend in Freiburg gewannen die Bündner im zweiten Spiel unter dem neuen Chefcoach Harijs Witolinsch gegen Ambri-Piotta erstmals seit September wieder zwei Partien in Folge. Der HCD holte in den letzten drei Minuten einen 0:2-Rückstand auf und setzte sich im Penaltyschiessen durch.

Bern ungefährdet

An der Tabellenspitze verkürzte der SC Bern den Abstand auf den spielfreien Leader Zug auf zwei Punkte. Beim 3:0-Heimsieg gegen Lausanne stellte er die Weichen schon früh und geriet nach der schnellen 2:0 Führung nicht mehr ins Zittern.

Ein spannendes Auf und Ab lieferten sich das heimstarke Lugano und Biel. Die Tessiner führten 2:0, die Seeländer konterten mit vier Treffern in Folge, ehe Lugano wieder ausgleichen konnte. In der Verlängerung sorgte Jani Lajunen nach 75 Sekunden für die Entscheidung.

Resultate und Rangliste:

Resultate: Bern - Lausanne 3:0 (2:0, 1:0, 0:0). Davos - Ambri-Piotta 3:2 (0:0, 0:1, 2:1, 0:0) n.P. Lugano - Biel 6:5 (2:1, 1:3, 2:1, 1:0) n.V. ZSC Lions - Fribourg-Gottéron 3:2 (1:1, 0:0, 1:1, 1:0) n.V.

Rangliste: 1. Zug 27/55. 2. Bern 27/53. 3. Biel 28/50. 4. Ambri-Piotta 28/46. 5. Lausanne 29/46. 6. SCL Tigers 27/45. 7. Genève-Servette 30/43. 8. Fribourg-Gottéron 29/42. 9. Lugano 27/40. 10. ZSC Lions 27/40. 11. Davos 27/25. 12. Rapperswil-Jona Lakers 28/16.

Telegramme:

ZSC Lions - Fribourg-Gottéron 3:2(1:1, 0:0, 0:1, 1:0) n.V.

11'200 Zuschauer (ausverkauft) - SR Wiegand/Oggier, Wüst/Schlegel. - Tore: 10. Klein (Noreau, Bodenmann/Ausschluss Vauclair) 1:0. 19. Slater (Furrer, Mottet/Ausschluss Phil Baltisberger) 1:1. 47. Holös (Walser) 1:2. 60. Pettersson (Klein/Ausschluss Schneeberger) 2:2 (ohne Goalie). 63. (62:02) Pettersson (Klein, Suter) 3:2. - Strafen: 5mal 2 Minuten gegen die ZSC Lions, 6mal 2 Minuten gegen Fribourg-Gottéron. - PostFinance-Topskorer: Noreau; Mottet.

ZSC Lions: Flüeler; Klein, Phil Baltisberger; Blindenbacher, Geering; Noreau, Marti; Karrer; Chris Baltisberger, Schäppi, Herzog; Bodenmann, Backman, Hollenstein; Pettersson, Suter, Bachofner; Hinterkircher, Prassl, Miranda; Ulmann.Fribourg-Gottéron: Berra; Schneeberger, Furrer; Holös, Chavaillaz; Abplanalp, Stalder; Mottet, Slater, Marchon; Rossi, Bykow, Bertrand; Sprunger, Walser, Micflikier; Lhotak, Schmutz, Vauclair; Meunier.

Bemerkungen: ZSC Lions ohne Shore (krank), Berni, Sigrist (beide U20), Nilsson, Cervenka und Wick. Fribourg-Gottéron ohne Miller, Marco Forrer (alle verletzt) und Schilt (gesperrt). - 11. Sprunger verletzt ausgeschieden. - Timeout ZSC Lions (58:15), von 58:38 bis 59:29 ohne Goalie.

Bern - Lausanne 3:0 (2:0, 1:0, 0:0)

17'031 Zuschauer (ausverkauft). - SR Hebeisen/Urban, Kaderli/Wolf. - Tore: 10. Scherwey 1:0. 13. Haas (Moser) 2:0. 40. (39:59) Bieber (Haas, Andersson) 3:0. - Strafen: 3mal 2 plus 5 Minuten (Krueger) plus Spieldauer (Krueger) gegen Bern, 3mal 2 plus 5 (Traber) plus 10 Minuten (Trutmann) plus Spieldauer (Traber) gegen Lausanne. - PostFinance-Topskorer: Arcobello; Jeffrey.

Bern: Genoni; Burren, Almquist; Krueger, Blum; Andersson, Gerber; Kamerzin; Boychuk, Arcobello, Moser; Ruefenacht, Ebbett, Kämpf; Bieber, Haas, Scherwey; Sciaroni, Heim, Berger; Grassi.Lausanne: Zurkirchen; Trutmann, Grossmann; Lindbohm, Frick; Borlat, Genazzi; Schelling; Vermin, Jeffrey, Leone; Moy, Emmerton, Kenins; Antonietti, Mitchell, Bertschy; Zangger, Froidevaux, In-Albon; Traber.

Bemerkungen: Bern ohne Mursak (verletzt) und Untersander (krank), Lausanne ohne Herren, Simic, Boltshauser, Junland (alle verletzt), Roberts (überzähliger Ausländer) und Nodari (krank). - Lattenschuss Krueger (27.).

Davos - Ambri-Piotta 3:2 (0:0, 0:1, 2:1, 0:0) n.P.

5547 Zuschauer. - SR Massy/Eichmann, Gnemmi/Duarte. - Tore: 24. Müller (Fora) 0:1. 47. Jelovac (Fora, Zwerger) 0:2. 58. (57:07) Egli (Kessler, Aeschlimann) 1:2. 59. (58:00) Hischier (Dino Wieser, Nygren) 2:2. - Penaltyschiessen: Lindgren -, Kubalik 0:1; Payr -, Müller -; Kessler 1:1, Lerg -; Aeschlimann 2:1, Novotny -; Marc Wieser 3:1. - Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Davos, keine gegen Ambri-Piotta. - PostFinance-Topskorer: Pestoni; Kubalik

Davos:Senn; Nygren, Payr; Du Bois, Stoop; Heldner, Jung; Buchli; Pestoni, Lindgren, Ambühl; Marc Wieser, Bader, Dino Wieser; Meyer, Hischier, Frehner; Egli, Aeschlimann, Kessler; Baumgartner.Ambri-Piotta: Conz; Plastino, Ngoy; Fischer, Guerra; Fora, Jelovac; Kienzle; Hofer, Novotny, Lerg; Trisconi, Kostner, Bianchi; Zwerger, Müller, Kubalik; Kneubuehler, Goi, Lauper; Mazzolini.

Bemerkungen: Davos ohne Barandun (U20), Rödin, Sandell, Corvi und Paschoud. Ambri-Piotta ohne Dotti, Incir, Pinana (alle verletzt) und D'Agostini (überzähliger Ausländer). - Timeout Ambri (58:00).

Lugano - Biel 6:5(2:1, 1:3, 2:1, 1:0) n.V.

7095 Zuschauer. - SR Lemelin/Salonen, Altmann/Cattaneo. - Tore: 11. (10:52) Löffel (Happala/Ausschluss Hügli) 1:0. 12. (11:43) Rajala (Fey) 1:1. 14. Hofmann (Chiesa) 2:1. 30. (29:40) Rajala (Ausschlüsse Romanenghi, Lapierre; Salmela) 2:2. 32. (31:16) Brunner (Ausschlüsse Lapierre; Salmela) 2:3. 37. Riat (Rajala) 2:4. 39. Vauclair 3:4. 41. (40:29) Chorney (Lapierre, Lajunen/Ausschluss Walker!) 4:4. 56. Neuenschander (Pedretti, Fey) 4:5. 59. (58:33) Fazzini (Ausschluss Pedretti) 5:5 (ohne Torhüter). 62. (61:15) Lajunen 6:5. - Strafen: 4mal 2 plus 10 Minuten (Walker) gegen Lugano, 9mal 2 plus 10 Minuten (Schmutz) gegen Biel. - PostFinance-Topskorer: Hofmann; Rajala.

Lugano: Müller; Chiesa, Chorney; Riva, Wellinger; Löffel, Vauclair; Jeker; Walker, Lajunen, Jörg; Haapala, Sannitz, Hofmann; Bertaggia, Lapierre Fazzini; Bürgler, Morini, Romanenghi; Reuille.Biel: Hiller; Kreis, Sataric; Egli, Salmela; Fey, Maurer; Petschenig; Riat, Diem, Rajala; Brunner, Tschantré, Earl; Pedretti, Neuenschwander, Hügli; Cameron, Wüest, Schmutz.

Bemerkungen: Lugano ohne Cunti, Ulmer, Merzlikins, Sartori (alle verletzt) und Klasen (überzähliger Ausländer), Biel ohne Lüthi, Fuchs, Forster, Künzle, Pouliot (alle verletzt), Moser und Tanner (beide U20). - Timeout Lugano (58:21).

(SDA)

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