Nach Verlängerung: ZSC-Sieg nach Pfiffen – Vakuum bei den Lakers
Aktualisiert

Nach VerlängerungZSC-Sieg nach Pfiffen – Vakuum bei den Lakers

Der Spassfaktor ist bei den ZSC Lions derzeit nicht sehr gross: erknorztes 2:1 nach Verlängerung gegen die Lakers.

von
Marcel Allemann
Das Siegestor: Ambühl (l.) zieht in der Verlängerung ab – Berger und Goalie Manzato sind geschlagen.

Das Siegestor: Ambühl (l.) zieht in der Verlängerung ab – Berger und Goalie Manzato sind geschlagen.

Nach einem furchtbaren Heimspiel gegen die Lakers (4:5 nach Verlängerung) verlor Colin Muller am 20. Oktober seinen Trainerjob bei den ZSC Lions. Gestern ging es gegen die St. Galler wieder in die Verlängerung. Dazu war das Gebotene auch noch schwer verdauliche Kost – einige der 8257 Fans taten ihren Unmut mit Pfiffen kund. Trotzdem muss Mullers Nachfolger Bengt-Ake Gustafsson nicht um seinen Job zittern. Erstens hat er als Olympiasieger- und Weltmeister-Trainer die bessere Lobby als Muller und zweitens brachte der Schwede die ZSC Lions mit einem Zwischenspurt im November zumindest in sichere Playoff-Gefilde. «Der Weg, den wir derzeit gehen, mag vielleicht nicht sonderlich attraktiv sein, aber er ist richtig. Nachdem wir in den letzten Wochen zu viele Tore erhielten, ist derzeit eine solide Defensive das oberste Gebot», erklärte Captain Mathias Seger den Zürcher Knorz.

Die Lakers schlossen ihrerseits ein hektisches Wochenende mit einem Punktgewinn und der vierten Niederlage in Folge ab. Am Freitag wurde der langjährige Geschäftsführer Reto Klaus gefeuert, weil er sich bei Verhandlungen mit Spielern im Ton vergriffen haben soll. Ob dies den Tabellenvorletzten in eine bessere Zukunft führt, scheint allerdings fraglich. Klaus war zwar kein glanzvoller Kommunikator, verfügte aber über ein riesiges Know-how. Nach seinem abrupten Abgang ist nun am Obersee ein grosses Vakuum entstanden, welches die Klubleitung um den neuen starken Mann Christian Stöcklin dringend füllen muss.

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