Aktualisiert 07.01.2008 11:41

ZSC siegt - Bern verliert Spitzenkampf

Der SC Bern hat das Spitzenspiel der 36. Runde in Genf mit 2:4 gegen Servette verloren. Am Strich holen die ZSC Lions mit einem Sieg in Langnau wichtige Punkte.

Genf-Servette hat die kleinen Hoffnungen auf den Qualifikationssieg gewahrt. Der Zweite der NLA gewann den intensiven und playoffwürdigen Spitzenkampf gegen Leader Bern 4:2. Der Rückstand auf den SCB beträgt aber immer noch zehn Punkte.

Die Differenz schuf Servette im Powerplay. Während Bern aus sechs Möglichkeiten keinen Nutzen zog, drehte Servette die Partie im Mitteldrittel mit zwei Überzahltreffern durch die Verteidiger Martin Höhener (24.) und John Gobbi (34.) zum 2:1. Die Entscheidung für die effizienteren Genfer gelang schliesslich Kirby Law in der 46. Minute. Mit einem Schlenzer von der rechten Seite erwischte er Berns Goalie Marco Bührer in der nahen Ecke.

Der SCB ging in der zum ersten Mal in dieser Saison ausverkauften Les-Vernets-Halle (6715 Fans) in der 4. Minute zwar in Führung, vermochte nach dem 1:3-Rückstand die erst dritte Auswärtsniederlage in dieser Saison aber nicht mehr zu vermeiden. Mehr als der Anschlusstreffer durch Martin Steinegger (1. Saisontor und 300. NLA-Skorerpunkt) lag nicht mehr drin. Jan Cadieux besiegelte die Berner Niederlage mit dem Treffer ins leere Tor (60.). In den Direktbegegenungen zwischen den beiden Spitzenteams steht es nun 2:1 für Servette.

ZSC Lions siegen in der Ilfis-Halle

Die ZSC Lions gewannen erstmals seit über zwei Jahren (seit dem 20.12.2005) wieder in der Langnauer Ilfishalle. Der ZSC besiegte die SCL Tigers 2:1; das Siegtor erzielte in der 55. Minute mit Thibaut Monnet ein ehemaliger Langnauer.

Ein Energieanfall entschied die Partie: Thibaut Monnet lief zwei Langnauer Verteidigern auf und davon und erwischte den ansonsten tadellosen Torhüter Mathias Schoder (29 Paraden) auf der Fanghandseite. Die SCL Tigers, die 20 Stunden zuvor in Lugano 5:0 gewonnen hatten (derweil die ZSC Lions nicht im Einsatz standen), vermochten nicht mehr zu reagieren. Michel Zeiter kam noch zu einer Ausgleichschance, verpasste aber den Abschluss.

Die SCL Tigers vergaben ihre beste Chance im zweiten Abschnitt, als sie während fünfeinhalb Minuten in Überzahl spielten, davon 103 Sekunden zu fünft gegen nur drei Zürcher Feldspieler. Aus diesem Powerplay resultierte jedoch kein Tor und nur drei Schüsse. Ari Sulander (31 Paraden) zeigte einmal mehr eine Weltklasseleitung vor dem Lions-Tor.

Zug gewann Verfolgerduell

Der EV Zug zementierte seinen dritten Platz in der NLA mit einem 3:0-Erfolg im Verfolgerduell gegen Kloten. Zugs Goalie Lars Weibel kam zu seinem dritten Shutout in dieser Saison und dem 52. in seiner Karriere.

Zug hätte durchaus mehr Treffer erzielen können als jene von Fabian Schnyder (7.), PostFinance-Topskorer Dale McTavish (21.) und Björn Christen (60.). Alleine Patrick Fischer, der zum ersten Mal nach seiner Rückkehr aus Russland vor eigenem Publikum antrat, vergab gleich mehrere ausgezeichnete Möglichkeiten. Unter anderem traf er kurz vor der ersten Pause nur den Pfosten.

Kloten, das die Doppelrunde vom Wochenende mit einer «Nullnummer» beendete, vermochte nur gerade im ersten Drittel mitzuhalten. Zwingende Aktionen gelangen den Flyers aber auch dann praktisch keine. Kloten wartet nun seit zehn Spielen oder über fünf Jahre auf einen Auswärtssieg in Zug.

National League A, 36. Runde

Langnau - ZSC Lions 1:2 (0:0, 1:1, 0:1)

Ilfis. - 6500 Zuschauer (ausverkauft). - SR Prugger, Simmen/Sommer.

Tore: 24. Adrian Wichser (Forster, Sejna) 0:1. 27. Bayer (Curtis Murphy, Zeiter/Ausschluss Alston) 1:1. 55. Monnet (Gardner, Bastl) 1:2.

Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Langnau, 4mal 2 plus 5 Minuten (Forster) plus Spieldauer (Forster) gegen die ZSC Lions.

PostFinance-Topskorer: Holden; Adrian Wichser.

Langnau: Schoder; Curtis Murphy, Blum; Stettler, Bayer; Aegerter, Christian Moser; Lüthi; Sandro Moggi, Holden, Claudio Moggi; Neff, Fabian Sutter, Joggi; Duda, Zeiter, Debrunner; Stephan Moser, Bieber, Balerna; Adrian Gerber.

ZSC Lions: Sulander; Blindenbacher, Suchy; Forster, Seger; Daniel Schnyder, Stoffel; Sejna, Adrian Wichser, Gardner; Lachmatow, Johner, Krutow; Alston, Monnet, Bastl; Leeger, Gloor, Grauwiler; Aurelio Lemm.

Bemerkungen: Langnau ohne Toms und Varada, ZSC Lions ohne Murovic, Pavlikovsky, Kim Lindemann und Martin Wichser (alle verletzt).

Servette - Bern 4:2 (0:1, 2:1, 2:0)

Les Vernets. - 6715 Zuschauer (ausverkauft). - SR Stalder, Bürgi/Marti.

Tore: 4. Philippe Furrer (Bordeleau) 0:1. 25. Höhener (Kolnik, Bezina/Ausschluss Berglund) 1:1. 34. Gobbi (Ausschluss Mowers) 2:1. 46. Law (Gobbi) 3:1. 56. Steinegger (Berglund, Bordeleau) 3:2. 60. (59:10) Cadieux (Aubin, Bezina) 4:2 (ins leere Tor).

Strafen: 7mal 2 Minuten gegen Genf-Servette; 8mal 2 Minuten gegen Bern.

PostFinance-Topskorer: Kolnik; Dubé.

Genf-Servette: Mona; Mercier, Bezina; Gobbi, Keller; Höhener, Schilt; Julien Bonnet, Breitbach; Law, Aubin, Conz; Fedulow, Vigier, Kolnik; Cadieux, Augsburger, Déruns; Rivera, Spicher, Jérôme Bonnet.

Bern: Bührer; Jobin, Philippe Furrer; Dempsey, Steinegger; Beat Gerber, Kobach; Leuenberger, Rytz; Patrik Bärtschi, Dubé, Rüthemann; Mowers, Bordeleau, Berglund; Raffainer, Ziegler, Reichert; Daniel Meier, Chatelain, Corsin Camichel.

Bemerkungen: Genf-Servette ohne Savary, Trachsler (beide verletzt), Lüssy und Meunier (beide bei Partnerteam Lausanne); Bern ohne Abid (verletzt), Pascal Berger, Froidevaux und Josi (nicht im Aufgebot). - 15minütiger Unterbruch nach dem 1:1 (25.) wegen einer Spendenaktion für schwerkranke Kinder (Fans warfen tausende Teddybären auf das Eis). Bern von 59:02 bis 59:10 ohne Torhüter. 26. Dempsey verletzt ausgeschieden.

Zug - Kloten 3:0 (1:0, 1:0, 1:0)

Herti. - 4737 Zuschauer. - SR Kunz, Kehrli/Stäheli.

Tore: 7. Fabian Schnyder (Casutt, Steinmann) 1:0. 21. (20:35) McTavish (Patrick Fischer, Duri Camichel) 2:0. 60. (59:03) Björn Christen (Patrick Sutter) 3:0.

Strafen: 7mal 2 plus 10 Minuten (Green) gegen Zug; 7mal 2 plus 10 Minuten (Stancescu) gegen Kloten Flyers.

PostFinance-Topskorer: McTavish; Rintanen.

Zug: Weibel; Back, Diaz; Dominic Meier, Richter; Patrick Sutter, Kress; Maurer; Patrick Fischer, Duri Camichel, McTavish; Di Pietro, Green, Grosek; Björn Christen, Oppliger, Trevor Meier; Steinmann, Fabian Schnyder, Casutt; Walser.

Kloten Flyers: Rüeger; Von Gunten, Hamr; Welti, Alavaara; Fabian Stephan, Schulthess; Rintanen, Pittis, Rothen; Sven Lindemann, Jenni, Romano Lemm; Wick, Liniger, Stancescu; Brunner, Kellenberger, Bodenmann.

Bemerkungen: Zug komplett; Kloten Flyers ohne Grossmann und Hofer (beide verletzt). - Pfostenschuss Patrick Fischer (20.).

LIVE-TICKER

60. Die Lions siegen im Kampf über dem Strich gegen Langnau. Wichtige Zähler für die Zürcher.

60. Die Tigers jetzt ohne Torhüter.

58. Chance für Langnau. Sandro Moggi schiesst aus spitzem Winkel, Sulander wehrt aber mit dem Oberarm ab.

57. Langnau versucht nochmals alles, aber die Lions stehen in der Defensive geschickt.

55. Tor für die Lions! Thibaut Monnet mit einem traumhaften Solo über das halbe Feld. Am Ende hämmert er die Scheibe zum 2:1 ins hohe rechte Toreck. Die Lions führen wieder.

52. Die Partie plätschert etwas vor sich hin. Es scheint immer deutlicher: Wer das nächste Tor schiesst, wird wohl gewinnen.

49. Langnau drückt auf das 2:1, die Lions halten ihren Kasten in diesem Drittel aber bisher rein.

45. Die Partie bleibt ausgeglichen. Das nächste Tor könnte wohl schon vorentscheidenden Charakter haben.

41. Weiter geht es mit dem dritten Abschnitt.

40. Das zweite Drittel ist vorbei. Immer noch steht es Unentschieden, jetzt aber 1:1. Langnau verpasste es in diesem Abschnitt allerdings mit langen Überzahlphasen die Führung zu erzielen.

39. Chance für Langnau. Curtis Murphy lenkt die Scheibe vor dem Tor ab, die Berner hätten die Führung jetzt verdient.

37. Auch die 5-Minuten-Strafe ist Geschichte. Die Lions hatten fast keine Mühe das 1:1 in dieser heiklen Phase zu halten.

36. Langnau bei 5 gegen 3 natürlich praktisch immer im Puckbesitz, doch der Abschluss bisher schwach. Das war schon fast fahrlässig. Die Lions wieder zu viert.

35. Noch eine Strafe gegen die Lions. Damit können die Tigers 1:43 Minuten in doppelter Überzahl agieren.

35. Langnau kommt nicht wirklich gefährlich vor Sulander auf, auch wenn sie jetzt schon vier Minuten in Überzahl spielen. Murphy verpasste in dieser Phase die beste Chance.

33. Die ersten zwei Minuten Unterzahl sind für die Zürcher überstanden. Langnau noch nicht mit einem überzeugenden Powerplay.

31. Strafe gegen die Lions. Es trifft Aurelio Lemm, der Moggi in den Torpfosten checkte: Das gibt eine 5-Minuten-Strafe.

30. Chance für Langnau. Jetzt hätten auch die Emmentaler in Führung gehen können. Sandro Moggi nimmt Seger die Scheibe ab und scheitert dann knapp an Sulander.

29. Chance für die Lions. Schoder und ein Verteidiger verhindern gemeinsam den zweiten Gegentreffer. Wichser war wieder an vorderster Front.

27. Tor für Langnau! Und da ist der Ausgleich schon. Im Powerplay ist Marco Bayer erfolgreich, der nach einem Murphy-Knaller den Abpraller verwertet: 1:1.

27. Die Tigers wollen sofort reagieren. Sie kommen zu einem Powerplay.

24. Tor für die Lions! Topskorer Adrian Wichser profitiert von einem Abpraller von Schoder und bringt die Zürcher nicht unverdient 1:0 in Führung.

23. Ausgeglichener Beginn im zweiten Drittel. Beide Teams neutralisieren sich.

21. Auf geht's in den zweiten Abschnitt!

20. Das erste Drittel ist vorbei. Noch fehlen die Tore, beide Teams hätten Chancen dazu gehabt.

19. Das Spiel hat an Härte zugenommen. Die Partie bisher ausgeglichen und unterhaltsam - auch wenn die Tore noch fehlen.

15. Chance für die Lions. Blindenbacher lanciert Grauwiler, dieser trifft aber die Scheibe nicht richtig und verfehlt das halb verlassene Tor.

14. Die Partie hat sich ausgeglichen. Beide Teams haben etwas gleich viele Spielanteile, nachdem die Lions in der Startphase leicht überlegen waren.

12. Chance für die Lions. Sejna lässt Lüthi stehen und schliesst aus kurzer Distanz ab. Torhüter Schoder ist jedoch zur Stelle.

9. Chance für Langnau. Michel Zeiter hätte seine ehemaligen Kollegen fast in Rücklage gebracht, er scheitert aber aus kurzer Distanz am gut reagierenden Sulander.

6. ZSC wieder komplett. Ein passables Überzahlspiel der Tigers, doch Sulander hält seinen Kasten rein.

4. Strafe gegen die Lions. Suchy stoppt Sandro Moggi unsanft, das gibt die erste Powerplaysituation der Partie.

2. Guter Start der Lions, welche die Langnauer in den ersten Sekunden unter Druck setzen können.

1. Los geht's! Das erste Drittel läuft.

- In Kürze geht es in der Ilfishalle los.

- Wer kann sich etwas Luft am Strich verschaffen? Die Tigers und die Lions benötigen beide die drei Punkte für die Playoffs.

Vor den Spielen

Drei Partien der 36. Runde der National League A finden heute statt. Die SCL Tigers versuchen dabei ebenso wie die ZSC Lions den Abstand zum Strich zu vergrössern.

Nach dem klaren 5:0 der Tigers in Lugano geht es heute für die Emmentaler im Duell mit den ZSC Lions bereits weiter im Strichkampf. Vor allem für die ehemaligen Löwen - wie unter anderem Michel Zeiter und Trainer Christian Weber - wird die Partie gegen die gestern spielfreien Zürcher ein spezielles Duell.

In Genf kommt zum Spitzenkampf zwischen Leader Bern und dem ersten Verfolger Servette. Die Genfer weisen jedoch einen Rückstand von 13 Zählern auf die Mutzen auf. Im Mittelfeld-Duell wollen Zug und Kloten weitere Punkte auf dem Weg in die Playoffs sammeln.

National League A, 36. Runde

SCL Tigers - ZSC Lions

Servette - Bern

Zug - Kloten

(fox)

Genfer Spendenaktion für schwerkranke Kinder

Zum dritten Mal lancierte Genf-Servette am Sonntag in der NLA-Partie gegen Leader Bern eine Spendenaktion zu Gunsten schwerkranker Kinder. Beim ersten Genfer Tor durch Martin Höhener (25.) zum 1:1 warfen die Zuschauer tausende von Teddybären auf das Eis. Die Aktion provozierte einen rund 15minütigen Spielunterbruch.

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