National League: ZSC-Stürmer nervt sich gewaltig, Lugano hat neu einen 29-jährigen Trainer

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National LeagueZSC-Stürmer nervt sich gewaltig, Lugano hat neu einen 29-jährigen Trainer

Chris Baltisberger wird wegen eines Fouls gegen einen Schiedsrichter gesperrt, das kann der 30-jährige ZSC-Angreifer nicht verstehen. Beim HC Lugano steht nun ein No-Name an der Bande. 

von
Adrian Hunziker
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ZSC-Stürmer Chris Baltisberger versteht die Welt nicht mehr. 

ZSC-Stürmer Chris Baltisberger versteht die Welt nicht mehr. 

Urs Lindt/freshfocus
Weil er einen Schiedsrichter umgefahren hat, wird er für fünf Partien gesperrt. Es sei ein Unfall gewesen, schreibt Baltisberger. 

Weil er einen Schiedsrichter umgefahren hat, wird er für fünf Partien gesperrt. Es sei ein Unfall gewesen, schreibt Baltisberger. 

Jonathan Vallat/freshfocus
Luca Gianinazzi ist der neue Trainer beim HC Lugano – und das mit 29 Jahren. 

Luca Gianinazzi ist der neue Trainer beim HC Lugano – und das mit 29 Jahren. 

Marusca Rezzonico/freshfocus

Darum gehts

Der HC Lugano hat in der bisherigen Saison keine Stricke zerreissen können, dümpelt im Tabellenkeller herum. Zu viel für die Verantwortlichen, sie ziehen die Reissleine und setzen einen 29-Jährigen als Headcoach an die Bande. Das und weitere Geschichten, die am Wochenende in der National League für Gesprächsstoff sorgten, präsentieren wir hier. 

Aufs kalte Eis geworfen

Eigentlich heisst die Redewendung ja «ins kalte Wasser geworfen», im Eishockey ist «aufs kalte Eis geworfen» wohl passender. Passiert ist es Luca Gianinazzi. Der 29-Jährige erfuhr wenige Stunden vor Spielbeginn am Samstag (gegen den HC Davos), dass er der neue Headcoach des HC Lugano ist und Chris McSorley per sofort entlassen wurde. Gianinazzi hatte im Tessiner Club zuvor die U20 trainiert. McSorley war der schlechte Saisonstart der Luganesi zum Verhängnis geworden, mit nur neun Punkten aus neun Spielen. Ganze drei Siege schlagen zu Buche – viel zu wenig für die ambitionierten Tessiner. 

Der Trainerwechsel schien bei den Bianconeri Kräfte freigesetzt zu haben, führte das Heimteam doch nach 22 Minuten 2:0 gegen den HCD. Doch die Bündner vermiesten Gianinazzi das Debüt dennoch, der HCD gewann dank drei Toren im Schlussdrittel 3:2, Simon Knak, Matej Stransky und Dennis Rasmussen drehten die Partie für die Davoser. 

Baltisberger fehlen die Worte

Weil er im Spiel gegen den EHC Biel einen Schiedsrichter von hinten umgefahren hatte, wurde ZSC-Stürmer Chris Baltisberger von der Liga für fünf Spiele gesperrt und erhielt eine Busse von 7600 Franken aufgebrummt. «Leider fehlen mir immer noch die Worte», schreibt der 30-Jährige auf Instagram dazu. Es habe sich um einen Unfall gehandelt, das sei «unbegreiflich» für ihn. Ausserdem schreibt Baltisberger: «Aufgrund der vielen Reaktionen im Hockey-Umfeld weiss ich, dass es eine Veränderung braucht.»

GCK Lions mit Zuschauer-Rekord

Zuvor waren es 1354, nach letztem Samstag sind es 6006 – die Rekordzuschauerzahl der GCK Lions in der Swiss League. Die Explosion dieses Bestwertes ist einfach erklärt: Das Farmteam der ZSC Lions durfte als Vorpremiere erstmals im neuen ZSC-Stadion, der Swiss Life Arena, auflaufen. Die Zürcher besiegten dabei Aufsteiger Basel 5:4 nach Verlängerung. Offiziell wird das neue Stadion von den Lions am Dienstag, 18. Oktober beim Heimspiel gegen Fribourg eröffnet. 

Langnau mit erstem «richtigen» Sieg seit Ewigkeiten

Ganze 223 Tage mussten sich die Tigers-Fans gedulden, ehe sich Langnau erneut einen Liga-Sieg nach 60 Minuten Spielzeit sichern konnte. Es war bezeichnend, dass das miserabel in die Saison gestartete Lausanne der Gegner am Freitag war. Matchwinner für die Emmentaler war Aleksi Saarela mit seinen zwei Toren in der 30. und 34. Minute. Zittern mussten die Tigers dennoch, denn Dario Sidler traf 39 Sekunden vor Spielende zum 1:2-Anschluss. Den Sieg definitiv eintüten konnte Harri Pesonen erst elf Sekunden vor Schluss, mit einem Treffer ins leere Tor. Lausanne konnte sich einen Tag später dafür rehabilitieren, der LHC bezwang Meister EVZ gleich 6:1. 

Servette unbezwingbar, Ambri stark

Klarer Leader ist weiterhin Servette. Die Genfer haben erst eines von zehn Spielen verloren (in Biel) und zuletzt acht Erfolge aneinandergereiht. Nachdem die Grenats am Freitag noch die ZSC Lions bezwungen hatten, gab es einen Tag später «nur» einen erknorzten Sieg gegen Ajoie. In Pruntrut schoss Henrik Tömmernes die Gäste nach 22 Sekunden in der Verlängerung ins Glück. 

Neben Servette überrascht auch Ambri. Die Leventiner sind aktuell Zweiter, nur fünf Punkte hinter den Genfern. Die Tessiner haben zuletzt vier Spiele in Serie gewonnen, am Freitag gabs ein 6:0 in Kloten, am Samstag ein 5:3 gegen die Tigers. 

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