Aktualisiert 05.10.2006 22:33

ZSC: Trotz bedrohlicher Lage gibts kein Köpferollen

Die Lions stecken tief im Sumpf. Personelle Konsequenzen gibts keine – zumindest vorerst nicht.

Spätestens nach der blamablen Vorstellung gegen den EV Zug (2:4) ist jedermann im Löwenrevier klar, dass der Abstiegskampf begonnen hat. Eine Beteiligung am Playoff ist zwar theoretisch noch realisierbar, auf Grund der momentanen Verfassung des spielenden Personals jedoch mehr Utopie denn Realität.

Die miserable Situation ruft geradezu nach Sanktionen. An der Trainerposition wird (noch?) nicht gerüttelt, obwohl man so langsam seine Zweifel haben muss, ob Harold Kreis der richtige Mann für den schwierigsten Job im europäischen Eishockey ist. Der Deutsch-Kanadier ist zweifellos kompetent und besonnen – vielleicht zu ruhig, um die gut bezahlten Angestellten während ihrer Arbeit auf dem Eis aus ihrer Lethargie zu wecken. Simon Schenk, der sein Amt schrittweise an Peter Iten übergibt, unmissverständlich: «Der Trainer steht nicht zur Diskussion. Dieses Team hat schon genug Coaches verbraucht. Aber es besteht Handlungsbedarf. Alles, was bis jetzt geschah, war nur Kosmetik.»

Kreis, der sich mit dem ZSC im wahrsten Sinn des Wortes im Kreis dreht, hat also freie Hand. Er verzichtet vorderhand auf das Mittel, auch Stars ins Farmteam GCK Lions zu verbannen. «Ich bin immer noch der Meinung, dass die Formation, die gegen Zug gespielt hat, am meisten Potenzial hat», sagt der Chef an der Bande. Er wird aber für die kapitale Partie von heute in Freiburg drei Linien neu mischen.

Florian A. Lehmann

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