Doppelte so viele Unfälle: Zu blau fürs Auto – Betrunkene nehmen E-Bike
Aktualisiert

Doppelte so viele UnfälleZu blau fürs Auto – Betrunkene nehmen E-Bike

Bereits jetzt haben sich 2017 im Kanton St. Gallen doppelt so viele Unfälle mit E-Bikes ereignet wie im ganzen letzten Jahr. Hauptunfallursache ist das Fahren unter Alkoholeinfluss.

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taw
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Am Samstag kam es in Gossau auf der Rütistrasse zu einem Unfall zwischen einem E-Bike und einem Auto.

Am Samstag kam es in Gossau auf der Rütistrasse zu einem Unfall zwischen einem E-Bike und einem Auto.

Kapo SG
Eine 60-jährige E-Bike-Fahrerin prallte mit ihrem E-Bike gegen das Auto einer 26-Jährigen.

Eine 60-jährige E-Bike-Fahrerin prallte mit ihrem E-Bike gegen das Auto einer 26-Jährigen.

Kapo SG
Am Freitagmorgen ist eine E-Bikefahrerin in Rüthi SG bei einem Unfall mit einem Lastwagen verstorben.

Am Freitagmorgen ist eine E-Bikefahrerin in Rüthi SG bei einem Unfall mit einem Lastwagen verstorben.

Kapo SG

Eine 60-Jährige prallte am Samstag auf der Rütistrasse in Gossau SG mit ihrem E-Bike gegen das Auto eines 26-Jährigen. Sie stürzte und wurde dabei leicht verletzt. Es ist bei weitem nicht der erste Unfall ähnlicher Art. Die Kantonspolizei St. Gallen schreibt von «alarmierenden Zahlen bei E-Bike-Unfällen».

In den ersten drei Quartalen des Jahres 2017 hätten sich die Zahlen der E-Bike-Unfälle gegenüber dem Vorjahr verdoppelt, heisst es in einer Mitteilung vom Sonntag. Seien es im ganzen Jahr 2016 noch 18 Unfälle gewesen, so hätten sich bis im September 2017 bereits 29 Unfälle mit E-Bikes als Hauptverursacher ereignet. Zwei Unfälle mit einer Beteiligung von E-Bikes endeten für deren Fahrer tödlich. Im Jahr 2016 hatte ein E-Bike-Unfall einen tödlichen Ausgang.

Hauptursache Alkohol

Auffallend ist dabei auch die Hauptunfallursache. Diese ist bei acht Unfällen auf Alkoholkonsum zurückzuführen. Wie die Kantonspolizei St. Gallen beobachten konnte, lassen zwar viele Verkehrsteilnehmer das Auto stehen, fahren stattdessen aber in alkoholisiertem Zustand mit dem E-Bike. Diese Entwicklung ist besorgniserregend und führt unter anderem zu diesem sprunghaften Anstieg der Unfallzahlen. Auch beim Fahren mit einem E-Bike gilt der Alkoholgrenzwert von 0,25 mg/l.

Bei rund der Hälfte der Unfälle im Jahr 2017 trugen die Fahrer der E-Bikes keinen Helm. Auch wenn nicht bei allen E-Bike-Kategorien eine Helmtragpflicht besteht, ist das Tragen eines Helms insbesondere bei E-Bikes laut der Polizei dringend zu empfehlen.

Weitere Informationen zum sicheren Umgang mit dem E-Bike bietet zum Beispiel die Beratungsstelle für Unfallverhütung (bfu) (taw/sda)

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