Doping-Enthüllung: Zu BRD-Zeiten: Anabolika schon an Minderjährige
Aktualisiert

Doping-EnthüllungZu BRD-Zeiten: Anabolika schon an Minderjährige

Nicht nur in der DDR auch in der BRD war offenbar systematisch gedopt worden. Das zeigt eine Studie der Berliner Humboldt Universität.

Mit diesem Schuss zum 2:1 gegen Holland sicherte Gerd Müller (l.) 1974 Deutschland den WM-Titel, aber waren die BRD-Akteure sauber?

Mit diesem Schuss zum 2:1 gegen Holland sicherte Gerd Müller (l.) 1974 Deutschland den WM-Titel, aber waren die BRD-Akteure sauber?

Bei der Aufarbeitung der Doping-Vergangenheit im Westen Deutschlands sind weitere Details bekanntgeworden. Unter anderem seien schon in den Siebzigerjahren Anabolika an Minderjährige verabreicht worden, berichtete die «Süddeutsche Zeitung» am Samstag. Ferner sei bereits Ende der Achtzigerjahre mit Forschungen zur Wirkungsweise des Blutdopingmittels Epo begonnen worden.

Die Zeitung bezieht sich auf Ergebnisse der Studie einer Forschergruppe der Berliner Humboldt Universität mit dem Titel «Doping in Deutschland 1950 bis heute aus historisch-soziologischer Sicht im Kontext ethischer Legitimation». Der Abschlussbericht der vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) 2008 initiierten Arbeit ist bislang noch nicht veröffentlicht. Das Bundesinstitut für Sportwissenschaft und der DOSB hatten Datenschutzbedenken als Grund genannt.

Erste Ergebnisse der historischen Studie waren vor knapp zwei Jahren bekanntgeworden. Damals wurden schon «staatlich subventionierte Anabolika-Forschungen» festgestellt. (si)

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