Aktualisiert 06.04.2015 16:16

Körperliche Trainings

Zu dick – FBI-Agenten müssen zum Fitnesstest

Bald müssen die Agenten der US-Bundespolizei nicht nur gegen Kriminelle, sondern auch gegen Kalorien kämpfen. Auf die Ermittler wartet ein harter Fitnesstest.

FBI-Agenten im Hauptquartier in New York.

FBI-Agenten im Hauptquartier in New York.

Die rund 13'500 Agenten der US-Bundespolizei FBI müssen erstmals seit 16 Jahren wieder einen Fitnesstest über sich ergehen lassen. Grund sei die Vernachlässigung des körperlichen Trainings der Ermittler nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001.

Wie die «New York Times» berichtet, macht sich FBI-Chef James Comey schwere Sorgen um die Einsatzbereitschaft seiner Truppe. «Das Leben unserer Kollegen und das Leben derjenigen, die Sie beschützen, hängt von Ihrer Fähigkeit ab, zu rennen, zu kämpfen und zu schiessen», mahnte er in einem internen Rundschreiben, aus dem die Zeitung am Montag zitierte.

Kurze Pausen

Viele FBI-Agenten seien offensichtlich zu dick und ausser Form. Comey redet seiner Truppe ins Gewissen: «Ich möchte, dass das amerikanische Volk einen Blick auf Sie wirft und sofort denkt, DAS ist ein Spezialagent des Federal Bureau of Investigation», heisst es weiter im Rundschreiben vom vergangenen Oktober.

Die Anforderungen der Tests sind nicht ohne: Männer bis 40 Jahre müssen 24 Liegestütze nacheinander schaffen, zudem 35 Sit-ups. Sie müssen 300 Meter in weniger als einer Minute rennen und 1,5 Meilen (2400 Meter) unter 13 Minuten hinter sich bringen. Das Schlimmste: Zwischen den Übungen gibt es jeweils höchstens fünf Minuten Pause.

Fit für Verfolgungen

«Der Test so vor allem so angelegt, dass sich die Agenten bei einer Massenschiesserei schnell bewegen können, dass sie Verdächtigen hinterherjagen und mit ihnen fertig werden, falls sie sich der Festnahme entziehen», schreibt die Zeitung.

FBI-Agenten sind im Regelfall Spezialkräfte gegen organisierte Kriminalität und Terrorismus, sie sind auch im Ausland tätig. Viele wurden nach den Terroranschlägen 2001 nach Afghanistan und in den Irak geschickt.

Mit den Tests sei bereits Ende vergangenen Jahres begonnen worden, bis Oktober müsse jeder Agent die Übungen hinter sich bringen. Allerdings schreibt die Zeitung nicht, was demjenigen blüht, der den Test nicht besteht. Es heisst lediglich, es gebe kein Gewichtslimit für die Agenten. (sda)

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