Mief: Zu früh entsorgter Müll verpestet Basels Strassen
Aktualisiert

MiefZu früh entsorgter Müll verpestet Basels Strassen

Viele Basler entsorgen ihren Müll, wenn er mieft, statt auf die Müllabfuhr zu warten. Das Resultat: Auf der Strasse stinkt der Abfall zum Himmel.

von
Jonas Hoskyn

Eigentlich ist die Regel klar: Abfallsäcke dürfen erst am Abfuhrtag rausgestellt werden. «Wir sind da tolerant, wo die Abfuhr früh am Morgen kommt. Ab dem späteren Vorabend ist noch okay», sagt Martin Lüchinger, Leiter Abteilung Abfall beim Amt für Umwelt und Energie (AUE). Doch mit den Temperaturen steigt auch das Müllproblem: «Viele tragen den Müll dann raus, wenn er zu stinken beginnt – unabhängig davon, wann die nächste Müllabfuhr kommt.» Draussen unter der sengenden Sonne beginnt der Mief dann erst richtig. «Das zieht dann oft Füchse und Raben an», so Alexander Isenburg, Leiter der Stadtreinigung. «Dann müssen wir nachher noch die Putzequipe vorbeischicken.»

Deshalb kann das AUE bei notorischen Abfallsündern eine Gebühr in Rechnung stellen. «Beim ersten Vorfall gibts eine Mahnung, beim zweiten eine Bearbeitungsgebühr von 80 Franken», so Lüchinger. Wenig, wenn man bedenkt, dass dafür die Müllsäcke geöffnet und nach Hinweisen durchforstet werden müssen. Den Fokus legt das AUE deshalb auf diejenigen, die den Müll einfach illegal abladen oder in Gratissäcken entsorgen wollen.

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