Zu Fuss durch die Sahara
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Zu Fuss durch die Sahara

Drei Extremsportler haben geschafft, was man für unmöglich hält: Während 111 Tagen rannten sie täglich zwei Marathons und durchquerten die 4000 Kilometer lange Wüste Sahara.

«Jetzt da ich weiss, wie hart es ist, würde ich es nicht mehr tun.» Das sagt einer, der es wissen muss: Der Amerikaner Charlie Engle (44) durchquerte mit dem Kanadier Ray Zahab (38) und dem Taiwaner Kevin Lin (30) die Sahara - zu Fuss.

Die drei starteten vor vier Monaten am Fluss Senegal, bevor sie am 17. Februar ihre ausgetrockneten Hände im Roten Meer kühlen konnten. Sie durchquerten dabei sechs Länder: Senegal, Mauretanien, Mali, Niger, Libyen und schliesslich Ägypten.

Während der Extremaufgabe hatten die Läufer mit den extremen Temperaturschwankungen zu kämpfen: Tagsüber herrschen 40 Grad im Schatten, während sich das Quecksilber in der Nacht dem Nullpunkt nähert. Sandstürme machten das Atmen zeitweise fast unmöglich.

Zudem gibt es in vielen afrikanischen Ländern nur wenige Quellen für Frischwasser. Ein Teil der Mission war denn auch, die Organisation «H2O Africa», die den Brunnenbau in Afrika fördert, zu mehr Bekanntschaft zu verhelfen.

Der brennenden Sonne entgingen die Extremsportler, indem sie jeweils bereits um vier Uhr morgens losrannten. «Arbeitsschluss» war um halb zehn Uhr abends. So legten sie jeden Tag das Äquivalent von zwei Marathons zurück. Eine Filmcrew von Matt Damons Produktionsfirma begleitete die drei Läufer. Damon will die Story verfilmen.

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