War bereits im Gefängnis - «Zu Gott gefunden» – Mann gesteht Mord 53 Jahre nach der Tat
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War bereits im Gefängnis«Zu Gott gefunden» – Mann gesteht Mord 53 Jahre nach der Tat

Der Täter verbüsst wegen Ermordung seiner Frau eine hundertjährige Haftstrafe. Mit 79 Jahren gesteht er die Tötung einer jungen Frau und klärt so einen seit 1968 ungelösten Fall auf.

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Courtney Brooke Atlas verbüsst eine 100-jährige Gefängnisstrafe.

Courtney Brooke Atlas verbüsst eine 100-jährige Gefängnisstrafe.

Montana Department of Corrections
Jetzt hat er den Mord an einer weiteren Frau gestanden. Pamela Dorrington war damals 19 Jahre alt.

Jetzt hat er den Mord an einer weiteren Frau gestanden. Pamela Dorrington war damals 19 Jahre alt.

Darum gehts

  • Atlas ist wegen Ermordung seiner Frau 1983 zu 100 Jahren Gefängnis verurteilt worden.

  • Nun hat er einen weiteren Mord an einer Frau gestanden.

  • Er wolle sein Gewissen erleichtern, so der 79-Jährige.

53 Jahre nach der Tat hat ein 79-jähriger Häftling im US-Staat Montana detailliert die Ermordung einer Frau gestanden. Courtney Brooke Atlas habe den Ermittlern gesagt, er habe im Gefängnis zu Gott gefunden und wolle sein Gewissen erleichtern. «Das war kaltblütig und berechnet, und wir geben nicht alle Details dieses grausamen Mordes heraus«, sagte der Sheriff von Lewis and Clark County, Leo Dutton, am Freitag über den bisher ungelösten Fall.

Atlas ist wegen Ermordung seiner Frau 1983 zu 100 Jahren Gefängnis verurteilt worden. Nun gestand er, 15 Jahre zuvor, am 17. Februar 1968, eine 19-Jährige umgebracht zu haben. Er war damals 26 Jahre alt und war für die Behörden immer ein Tatverdächtiger gewesen. Gestanden habe er unter der Bedingung, dass er deswegen nicht belangt werde. Die Familie des Opfers sei konsultiert worden, bevor das zugesagt worden sei.

Auch Mord an seiner Frau gestanden

Die junge Frau hatte von Atlas eine Wohnung gemietet. Er habe ausgesagt, dass er sie am Morgen des 17. Februar 1968 angerufen habe und ihr mitgeteilt habe, dass eine Wasserleitung in ihrer Wohnung undicht sei. Er ging zur Wohnung, erwürgte sie und missbrauchte sie sexuell, sagte Ermittler Jess Metcalf.

Dann habe er ihre Leiche in ein Fass gesteckt und sei zu einem Flugplatz gefahren, wo er Flugunterricht erteilte. Danach sei er an den Hauser Lake gefahren und habe mit einem Messer und einem Beil die Leiche zerstückelt. Die Leichenteile habe er in das Fass zurückgelegt und das Fass dann von einer Brücke in den Missouri nördlich von Helena geworfen. Atlas habe gesagt, er vermute, dass das Fass zerbrochen sei, als es gegen einen Brückenpfeiler geprallt sei.

Den Mord an seiner Frau hatte er nach anfänglichem Leugnen gestanden. «Er ist darüber nie ins Detail gegangen, aber hat die Verantwortung dafür übernommen», sagt Ermittler James Ward.

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(DPA/fur)

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